Lauter Wurst, Nudeln und Käse: "Wattenscheider Marktschreiertage" starten am 21. Juli

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Sie freuen sich auf die „Wattenscheider Marktschreiertage“ (v.l.): Mel-Kelly Kühn, Eventmanager bei der Event- und Werbeagentur JoBo, Marktschreier Nudel-Dieter und Wolfgang Dressler, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wattenscheid.

Laut wird es am kommenden Wochenende auf dem Alten Markt. Am Freitag, 21. Juli, wenn der Wochenmarkt geendet hat, übernehmen die Marktschreier den Platz und preisen ihre Ware drei Tage lang nicht nur in den höchsten, sondern vor allem in den lautesten Tönen an.

Eine Mischung aus Jux und Kommerz verspricht Wolfgang Dressler, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wattenscheid, an den drei „Wattenscheider Marktschreiertagen“ vom 21. bis 23. Juli. „Die Marktschreier bringen Stimmung in die Stadt.“ Zudem würden sie eine Lehrstunde bieten, wie Angebot Nachfrage schaffen könne.
Die Lehrmeister dieses Prinzips sind Wurst-Achim, der amtierende deutsche Meister der Marktschreier, Nudel-Dieter aus Castrop-Rauxel, der als gebürtiger Ruhrgebietler quasi ein Heimspiel hat, Käse-Alex, der jüngste deutsche Marktschreier, Milka-Micha, Aal-Ole, das Original vom Fischmarkt in Hamburg-Altona, sowie Gewürz-Uwe.

Lautstärke und Wortwitz

Ab Freitag werden sich die sechs Größen ihres Fachs mit Sprüchen dabei überbieten, ihre Ware an den Mann zu bringen und sich gleichzeitig gegenseitig einen mitzugeben. „Denn es geht ja nicht nur um die Lautstärke, sondern auch um den Wortwitz“, erklärt Mel-Kelly Kühn, Eventmanager bei der Event- und Werbeagentur JoBo. „Da kommt nicht alle zehn Minuten derselbe Spruch. Das ist eine Kunst“, sagt er über die Profession der Marktschreier.
Bei einem Showwettbewerb am Freitag von 16 bis 18 Uhr legen sich die Marktschreier dabei ganz besonders ins Zeug. Die Marktbesucher stimmen über den besten Verkäufer ab. Das Ergebnis und die Gewinner von drei Warengutscheinen im Wert von 150, 100 und 50 Euro werden am Sonntag, 23. Juli, um 12 Uhr bekanntgegeben.
Nudel-Dieter schätzt an seinem Beruf den direkten Kontakt mit den Menschen. „Es ist schön, mit den Leuten umzugehen. In jeder Stadt lerne ich neue kennen“, erläutert der Castrop-Rauxeler, der sich übrigens zuerst für eine Tätigkeit als Marktschreier entschieden und dann erst auf eine Ware festgelegt hat. „Nudeln gab es noch nicht im Angebot. Da habe ich die genommen“, erzählt er.

Fassanstich und Freibier

Die offizielle Eröffnung der „Wattenscheider Marktschreiertage“ findet am Freitag um 15.30 Uhr mit Fassanstich und Freibier für alle Anwesenden statt. Dazu gibt es eine „Mittagsplatte“ mit Wurst, Käse und Matjes.
Geöffnet haben die Marktschreiertage mit insgesamt 20 bis 25 Ständen am Freitag von 15 bis 19 Uhr, am Samstag von 10 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Ergänzt wird das Programm um Gegrilltes vom Schwenkgrill, Crepes, Churros und Reibeplätzchen, Getränke, Kinderkarussell und -eisenbahn sowie Leder-, Haushalts- und Geschenkwaren.
Nach mehreren Jahren Pause fanden die „Wattenscheider Marktschreiertage“ im vergangenen Jahr zum ersten Mal wieder statt. Nach den Plänen der Werbegemeinschaft Wattenscheid sollen sie nun zu einer jährlichen Attraktion in der Innenstadt werden.
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