"Soziale Stadt Wattenscheid" – Stadtteilmanagement startet

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Die Stadt Bochum startet das Stadterneuerungsprogramm "Soziale Stadt – gesundes Wattenscheid" und hat dafür fast 6,4 Millionen Euro Fördergelder bekommen. Das Stadtteilmanagement hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Nun soll ein Büro, als zentraler Anlaufpunkt in der City, eröffnet werden.
 
Die Karte zeigt das Untersuchungsgebiet des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (rot), das Gebiet der vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme (blau) und das beschlossene Stadterneuerungsgebiet (schwarz). (Foto: Stadt Bochum)

"Den Förderantrag für den Stadtumbau in Wattenscheid haben wir bereits im Jahr 2014 gestellt. Ende 2015 wurde dieser dann bewilligt. Nach der EU-weiten Ausschreibung hat das Stadtteilmanagement dann im vergangenen Herbst seine Arbeit aufgenommen", beschreibt Burkhardt Huhn, Abteilungsleiter Stadtentwicklung im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, den Prozess, der nun in die konkrete Umsetzung mündet.

Mit der Arbeit vor Ort haben Karsten Schröder und Alexander Kutsch von der Planungsgruppe Stadtbüro aus Dortmund sowie Daniela Schaefer und Viktoria Wildförster von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Unterbezirk Ruhr-Mitte bereits im März begonnen. Damit wendet sich die Stadt nach dem Westend und dem Stadtteil Querenburg nun mit fast 6,4 Millionen Euro dem Wattenscheider Stadtgebiet zu. Unter dem Titel "Soziale Stadt – gesundes Wattenscheid" sind zahlreiche Projekte und Maßnahmen geplant, die Hand in Hand mit den Bürgern umgesetzt werden sollen.
"Uns ist es besonders wichtig, dass die Anwohner einen direkten Ansprechpartner haben. Deshalb sind wir gerade auf der Suche nach Räumlichkeiten für unser Büro. Drei Objekte in unmittelbarer Citynähe sind im Gespräch. Unser Büro soll zum einen als Arbeits- und Veranstaltungsort dienen, zum anderen wird es zur zentralen Schnittstelle für alle Bürgerbelange in Sachen Beratung, Ideenfindung und Umsetzung", erläutert Karsten Schröder den aktuellen Stand.


Vernetzung vor Ort schaffen


Da der Fokus ganz klar auf dem Gesundheitsaspekt liegt, freut sich das Stadtteilmanagement insbesondere auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen sozialen Trägern in Wattenscheid. "Dadurch, dass wir als AWO mit im Boot sind, gibt es teilweise schon eine recht gute Vernetzung, die mit Sicherheit stetig wachsen wird", so Daniela Schaefer.

Projekte werden umgesetzt


Zunächst ist der Stadtumbau Wattenscheid auf sieben Jahre angelegt, die aber bei Bedarf auch verlängert werden können. Konkrete Projekte, die bereits in diesem Jahr verwirklicht werden sollen, gibt es auch schon: So soll der Abenteuerspielplatz an der Hüller Straße modernisiert werden. Konkret bedeutet das: Ein Neubau der Gebäude unter Berücksichtigung der Anforderungen an eine zeitgemäße Kinder- und Jugendeinrichtung sowie energetischer Standards und der Barrierefreiheit ist erforderlich. Außerdem soll die Anlage der Tierhaltung artgerecht werden, was die Umgestaltung der vorhandenen Gehege nach sich zieht. Ein weiteres Projekt, das zeitnah in Angriff genommen werden soll, ist die Verschönerung der Parkanlage am Ehrenmal. Hier sollen kleine Treffpunkte mit Sitzgelegenheiten für Jugendliche entstehen, insbesondere für im Vorfeld der Berufsschule und der Jugendeinrichtung. Zusätzlich wird an der Entwicklung eines Pflegekonzepts und der Optimierung der Oberflächenentwässerung gearbeitet.
Um das Stadtbild grundsätzlich aufzuwerten, wird es ein Hof- und Fassadenkonzept geben, das für mehr Wohnqualität sorgen soll. Dabei werden Eigentümer sowohl finanziell als auch beratend Unterstützung finden.

Stadtteil-Architekt ergänzt das Team


Das vierköpfige Stadtteilmanagement-Team soll kurzfristig auch noch durch einen Stadtteil-Architekten ergänzt werden. Mit zusätzlichen Fördermitteln können so die Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des Förderturms der Zeche Holland unter fachlicher Leitung begonnen werden. Die Begehbarkeit des Förderturms und Neubebauung des Bereiches der Schachthalle stehen dabei im Mittelpunkt.
Mit diesen ersten konkreten Maßnahmen wird nun in Kürze begonnen. Alexander Kutsch freut sich gemeinsam mit seinem Team auf die künftige Arbeit: "Wattenscheid ist viel mehr als das, was aktuell wahrgenommen wird. Wir betrachten es als eine Blume, die wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wieder zum Blühen bringen wollen."

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