Ein trauriges „Jubiläum“: 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

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Ziel der beiden Gedenkveranstaltungen zur Reichpogramnacht: Die Stelen auf dem Nivelles-Platz am ehemaligen Standort der Wattenscheider Synagoge.
Am Samstag (9.) jährt sich zum 75. Mal die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, in der die Nazigreuel gegenüber jüdischen Bürgern in Deutschland ihren Anfang nahmen. Der größte Teil der Synagogen wurde auf Befehl der Nationalsozialisten niedergebrannt, Wohnungen und Geschäfte verwüstet.
An dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte erinnern zwei Gedenkveranstaltungen. Mit Rücksicht auf den Sabbat (Samstag) als jüdischen Ruhetag lädt die Antifa am Freitag (8.) um 12 Uhr zum Saarlandbrunnen. Von dort geht es zu den Stelen auf dem Nivelles-Platz, dem ehemaligen Standort der Synagoge. Mit Beteiligung des Heimat- und Bürgervereins, der Merian-Gesamtschule und der jüdischen Gemeinde wird in Wort und Totengebet speziell der Opfer in Wattenscheid gedacht.
Die Bezirksvertretung Wattenscheid lädt am Samstag (9.), dem Jahrestag der Progrome, um 16.30 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung in den großen Sitzungssaal des Rathauses. Der Bezirksbürgermeister, Vertreter der Kirchen, des Arbeitskreises Solidarität und der jüdischen Gemeinde werden Ansprachen halten, Widar-Schüler gestalten musikalisch. Gegen 18 Uhr geht es im Schweigemarsch ebenfalls zu den Stelen.
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