Evangelische Kirche macht sich stark für Familien und Flüchtlinge

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Pfarrer Michael Schulze aus Eppendorf stellte die Haushaltsplanungen für den Evangelischen Kirchenkreis Bochum vor.

Eppendorfer Pfarrer stellt Haushaltspläne vor


Die Evangelische Kirche in Bochum wird sich auch künftig verstärkt für Familien und Flüchtlinge einsetzen. Das geht aus den Haushaltsberatungen der Kreissynode am Samstag in Werne hervor.

So wird sie im kommenden Jahr erneut zehn Prozent ihrer Kirchensteuerzuweisungen in Höhe von zehn Millionen Euro, also rund eine Million Euro, in den Erhalt und Ausbau ihrer 43 Kindertagesstätten investieren. Daneben werden dem Diakonischen Werk Bochum 760.000 Euro für diakonische Aufgaben zugunsten Benachteiligter in unserer Gesellschaft bereitgestellt.

Die 16 Bochumer Kirchengemeinden erhalten insgesamt knapp 5,5 Millionen Euro für Ihre Arbeit. Mit dem Geld finanzieren die Gemeinden zwischen Linden und Langendreer zahlreiche kirchliche und soziale Angebote, unter anderem für Jugendliche, Familien und derzeit verstärkt auch für Flüchtlinge. Möglich ist das, weil die Evangelische Kirche damit rechnet, im Jahr 2016 in etwa so hohe Einnahmen durch Kirchensteuern zu erhalten wie im Vorjahr.

„Wir sind dankbar für die stabile Finanzlage, die eine Absicherung unserer vielfältigen Angebote ermöglicht“, erklärte der Vorsitzende des Finanzausschusses, der Eppendorfer Pfarrer Michael Schulze, vor den Synodalen. Mittelfristig werde aufgrund des demografischen Wandels die Zahl der Kirchenmitglieder und damit die Einnahmen sinken, warnte Schulze.

Die Evangelische Kirche in Bochum werde deshalb Mehreinnahmen aufgrund der derzeitig guten Konjunkturlage für die künftige Sicherung kirchlicher Aufgabenbereiche und Arbeitsplätze verwenden, kündigte Schulze an: „Wir wollen auch mit weniger Geld für die Menschen da sein.“ Zum Schluss hatte der kirchliche Finanzexperte noch eine gute Nachricht für die Synodalen: Mit der letzten Tilgungsrate im kommenden Jahr wird der Kirchenkreis ab 2017 vorzeitig schuldenfrei sein.
Die Kreissynode war die erste Sitzung des Bochumer Kirchenparlaments, die vom neuen Superintendenten Dr. Gerald Hagmann geleitet wurde. In seinem „Bericht aus dem Kirchenkreis“ dankte Hagmann den Gemeinden für ihren überaus engagierten Einsatz in der aktuellen Flüchtlingskrise. Er sagt den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern weitere Hilfen von Seiten der Evangelischen Kirche zu und rief die Gemeinden auf, sich noch mehr für die Schutz suchenden Menschen einzusetzen.

Die aktuellen politischen Konflikte nahm die Synode spontan zum Anlass, ausdrücklich der Bochumer Erklärung gegen den Terror zuzustimmen.

Die Kreissynode ist das wichtigste beschlussfassende Gremium der Evangelischen Kirche in Bochum. Die insgesamt 144 Mitglieder sind Delegierte der 16 Gemeinden, ehrenamtlich Mitarbeitende, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie berufene Mitglieder. 114 Synodale sind stimmberechtigt, 30 sind Delegierte mit beratender Stimme. Die Herbstsynode am Samstag war die letzte Tagung der laufenden Wahlperiode. Nach den Kirchenwahlen im Februar wird sich die Bochumer Kreissynode neu konstituieren. Der Evangelische Kirchenkreis Bochum gehört mit rund 92.000 Mitgliedern zu den größeren Kirchenkreisen in der westfälischen Landeskirche.
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