Feuerwehr zieht um: Baubeginn an der Osterfeldstraße ist für Ende des Jahres geplant

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Die vorbereitenden Erdarbeiten sind abgeschlossen. Ab Dezember wird hier an der Osterfeldstraße das neue Feuerwehrhaus der Löscheinheit Nord-West entstehen.
 
Christoph Sobotta (v.l., Zentrale Dienste), Löschzugführer Karl Appelhoff, Dezernent Sebastian Kopietz, Gottfried Wingler-Scholz (Feuerwehr) und Andreas Grosse-Holz (Zentrale Dienste) mit dem Plan für das neue Feuerwehrhaus.

Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, und ein Bagger lässt vermuten, dass der Neubau des Feuerwehrhauses für die Löscheinheit Nord-West an der Osterfeldstraße jeden Moment beginnt. Doch nun ist an dem Standort in Günnigfeld erst einmal Pause angesagt. Baubeginn soll kurz vor Weihnachten sein, die Fertigstellung im Frühjahr 2018.

Nichtsdestotrotz ist man sich bei der Stadt und der Freiwilligen Feuerwehr einig, dass schnell ein neues Gebäude her muss. „Ein neues Gerätehaus ist dringend nötig“, sagt Sebastian Kopietz, Dezernent für Personal, Recht und Ordnung. Aktuell sind die mehr als 30 Aktiven des Löschzugs an der Grundschule Günnigfeld an der Böckenbuschstraße untergebracht. Hinzu kommen rund 25 Aktive der Jugendfeuerwehr sowie die Versorgungseinheit für ganz Bochum. Dafür sei das jetzige Gebäude, das aus dem Jahr 1952 stammt, zu klein, so Löschzugführer Karl Appelhoff, während der stellvertretende Feuerwehr-Chef Gottfried Wingler-Scholz auch Sicherheitsaspekte ins Spiel bringt. „Die Ausfahrt führt über den Schulhof“, verdeutlicht er die Gefahren, die vor allem bei Schulbetrieb auftreten können.
Daher ist man froh, mit dem Gelände an der Osterfeldstraße zwischen Blumenhof Bieniek und Wohnbebauung einen neuen Standort für das Feuerwehrhaus der Löscheinheit Nord-West gefunden zu haben. „Über die Umgehungsstraße rücken wir näher an Hordel heran“, schildert Appelhoff einen Vorteil der Lage, denn der Löschzug ist nicht nur für Günnigfeld zuständig. Da der Nordwesten sehr bevölkerungsdicht sei, erhoffe man sich durch den Umzug eine verbesserte Versorgung, ergänzt Wingler-Scholz.

Platz für vier Fahrzeuge

Die neue Feuerwache entsteht auf einem 2.800 Quadratmeter großen Grundstück. Sie hat eine Bruttogrundfläche von 991 Quadratmetern auf drei Etagen und wird ähnlich aufgebaut sein wie das Feuerwehrhaus Höntrop-Eppendorf. Vier Feuerwehrfahrzeuge werden darin Platz haben. „Die Fahrzeughalle wird von einer Spange umfasst, die die Nebenräume beinhaltet“, erklärt Christoph Sobotta von den Zentralen Diensten. Darunter fallen Lager und Werkstatt. Im Zwischengeschoss wird die Gebäudetechnik mit Lüftungs- und Heizungsanlage untergebracht, während sich Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, Büro, Jugend-, Schulungs- und Aufenthaltsraum im Obergeschoss befinden werden.
Ist das Feuerwehrhaus fertig, wird die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge zur Osterfeldstraße erfolgen. Im Rücken des Hauses sind Parkplätze für die Mitarbeiter vorgesehen, die rechts vom Gebäude angefahren werden können. „So gibt es keinen Gegenverkehr mit den Feuerwehrfahrzeugen“, erläutert Andreas Grosse-Holz von den Zentralen Diensten.

Baubeginn im Dezember

Die Erdarbeiten inklusive Ausschachtung und Anlegen des Unterbaus in den vergangenen Wochen auf dem ehemaligen Acker erfolgten weit vor dem Baubeginn, weil der Erdaushub für das wilde Grabeland entlang der Ortsumgehung genutzt wurde. „Wir haben vor langer Zeit versprochen, dass wir vor Weihnachten anfangen, und das werden wir mit dem Rohbau auch tun“, sagt Grosse-Holz zu dem nun vermeintlichen Stillstand auf der Baustelle.
„Noch laufen die Ausschreibungen für die Bauleistungen“, erklärt Kopietz. Auch die Baugenehmigung für das knapp 2,5 Millionen Euro teure Bauprojekt, das mit städtischen Mitteln finanziert wird, liegt noch nicht vor, wird aber in den kommenden Wochen erwartet.
Bei der Stadt ist man zuversichtlich, dass das Feuerwehrhaus, dessen Nutzungsdauer mit mindestens 30 Jahren kalkuliert ist, wie geplant im Frühjahr 2018 fertig wird. „Wir bauen ganzjährig“, so Grosse-Holz. Zudem seien in dem Zeitplan „gewisse Puffer“ drin.
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