Kommentar: 175.000 war OB-Wahl egal

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Die OB-Wahl in Bochum hatte trotz der Kandidatenvielfalt eine Wahlbeteiligung von nur 38 Prozent, in Wattenscheid machten gar nur 33 Prozent ihr Kreuzchen. (Foto: Stadtspiegel-Archiv)

„In anderen Ländern wäre man froh, die Wahl zu haben“, appellierte auch der katholische Pastor (Mitte 40) an die Gottesdienstbesucher, das Recht auf das Bestimmen des Oberbürgermeisters wahr zu nehmen. Rund 175.000, und damit fast zwei Drittel der Wahlberechtigten in Bochum, haben dieses am letzten Sonntag nicht getan - trotz Briefwahlmöglichkeit und 249 geöffneten Wahllokalen im Stadtgebiet.

In Wattenscheid wählten nur 33,1 Prozent

Der auch von uns angeregte Sonntagsspaziergang an die meist nahegelegene Wahlurne, fand vielfach nicht statt. Und auch die „bunte Vielfalt“ mit zwölf Kandidaten - keine andere Stadt in NRW hatte mehr Bewerber - hat offenbar nur bedingt zum Gang an die Wahlurne motiviert. 38,2 Prozent betrug die Wahlbeteiligung insgesamt in Bochum, nur 33,1 Prozent, nicht einmal jeder Dritte, machte in Wattenscheid ein gültiges Kreuzchen auf dem Stimmzettel.

Kann die Stichwahl mehr mobilisieren?

Und wie sieht es am 27. September aus, wenn die Entscheidung „Eiskirch oder Franz“ ansteht? Dort spitzt sich die (Stich-)Wahl auf ein Duell hin, wo sich beide noch gute Chancen auf den Chefsessel im Bochumer Rathaus ausrechnen. Wer kann mehr Menschen in der Stadt mobilisieren und dem Trend „Wahl - egal“ wirksam entgegenwirken?
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 14.09.2015 | 22:21  
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