Signal! Opelaner lehnen den Tarifvertrag ab

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Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel zeigt auf dem Transparent, was viele Mitarbeiter fühlen. FOTO: Molatta
Das Votum war eindeutig. 76 Prozent der IG-Metaller lehnten bei der Abstimmung den sogenannten „Sanierungsplan“ ab. Damit geht das Ringen um den Standort Bochum weiter.

Der sogenannte „Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung und Sanierung“, der gewaltige Einschnitte für die Belegschaft nach sich gezogen hätte, ist damit Makulatur. Bis vor kurzem hatte die IG Metall-Bezirksleitung diese Lösung unterstützt, ohne ihren Mitgliedern allerdings eine Abstimmungsempfehlung auszusprechen.
IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler erklärte nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses: „Ohne die Zustimmung unserer Mitglieder werden wir den Tarifvertrag für den Standort Bochum nicht unterschreiben.“
Betriebsratschef Rainer Einenkel, der sich am Mittwoch noch mit Opel-Chef Neumann in Frankfurt getroffen hatte, konnte keine positiven Signale aus der Konzernleitung übermitteln.
Nach derzeitigem Stand der Dinge könnte dies bedeuten, dass die Autoproduktion am Standort Bochum bereits Ende 2014, also zwei Jahre früher als im Opel-Angebot vorgesehen, eingestellt wird.
„Die Zafira Tourer Produktion und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen werden Ende 2014 auslaufen“, hieß es in einer Pressemitteilung aus Rüsselsheim.
Betriebsratschef Rainer Einenkel glaubt nicht an das Aus Ende 2014. Fehlende Fachkompetenz an anderen Standorten und riesige Investitionen, die dann nötig wären, führte der Betriebsratschef zur Begründung an.
Ähnlich auch die Einschätzung des international anerkannten Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer (Professor an der Universität Duisburg-Essen): „Eine langsam auslaufende Produktion bis 2016 ist für Opel die ökonomischere Alternative, die auch in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen würde.“


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