WAT für Studierende

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Schneller aus Wattenscheid zur Ruhr-Universität - dies könnte den Standort als möglichen Wohnort attraktiver machen. Foto: Archiv

WAT für Studierende - es wäre auch etwas für Wattenscheid selbst. Ein Zuzug Studierender und Beschäftigter der Hochschulen ist das Ziel. Dies setzt zunächst eine bessere ÖPNV-Anbindung voraus.

Der aktuelle Entwurf des Nahverkehrsplans mit dem Netzkonzept 2020 sieht eine direkte Bus-Anbindung von Wattenscheid über Höntrop an die Hochschulen in Bochum-Querenburg vor. Damit verbindet Dieter Fleskes, SPD-Ratsmitglied aus Höntrop, die Hoffnung, "dass Wattenscheid-Mitte ebenso wie Höntrop als Wohnort für Studierende und Beschäftigte der Hochschulen interessanter werden".
Im Entwurf des Nahverkehrsplans ist dafür eine neu geordnete Linie 346 A/B vorgesehen. Der Bus fährt demnach von der Freiheitsstraße bis zur Fachhochschule und wird - über die volle Distanz - rund 50 Minuten unterwegs sein. Der 346er A fährt über Eppendorf-Mitte (Eppendorfer Straße, Elsa-Brändström-Straße). Der 346er B macht einen Schlenker über die Gartenstraße und die Blumenfeldstraße. Die beiden Linien treffen sich in Weitmar-Mitte wieder. Sie wechseln sich halbstündig ab und kommen so auf einen 15-Minuten-Takt.

Der Wunsch nach Expressbussen


Noch deutlich weiter gehen die Vorstellungen der Stadtgestalter, der für die Kommunalwahl 2014 gebildeten Wählergruppe. Sie wünschen sich einen direkten Expressbus, der die Strecken zur Ruhr-Universität und zur Universität Essen im Idealfall in 14 Minuten schaffen soll. In Wattenscheid müssten, um alle Wohnorte der Studenten anzubinden, demnach drei bis vier Haltestellen eingerichtet werden. Sonst solle der Express ohne weiteren Halt bis zu den Hochschulen durchfahren.
"Die Voraussetzung für attraktive Geschäfte und weitere spannende Gastronomie ist mehr junges Publikum in Wattenscheid. Studierende könnten die Innenstadt beleben. In Studentenstädten gibt es eine Vielzahl von Geschäften, Cafés und Restaurationen, deren Angebote sich besonders an Studenten richten, die aber auch alle anderen Einwohner zu schätzen wissen. Für solche Angebote wäre die Wattenscheider Innenstadt ein idealer Ort. Sie hat das Potential, langfristig das urbane Zentrum einer Studentenstadt zu werden", glaubt Dr. Volker Steude von den Stadtgestaltern. Mehr zu seinen Vorstellungen gibt es hier im Lokalkompass unter www.lokalkompass.de/669053.

Neue Haltestelle am Reiterweg


Zurück zu konkreten Vorhaben in absehbarer Zukunft: Die aktuellen Linien 365 und 390 werden zum Fahrplanwechsel im Juni - zunächst im Testbetrieb - um eine Haltestelle erweitert. Von diesem neuen Halt auf der Höntroper Straße verspricht sich SPD-Ratsmitglied Reiner Rogall eine bessere Erschließung des Stadtteilzentrums Höntrop. "Die künftige Haltestelle auf der Höhe Reiterweg schließt die Lücke zwischen S-Bahn und Talstraße und kommt auch Nachfragen aus der Anwohnerschaft entgegen", so der Sprecher der SPD-Ratsfraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität weiter.
Der Ausschuss hatte kürzlich beschlossen, zwei Jahre lang die tatsächliche Nachfrage an der Haltestelle zu testen. Die Bogestra wird die Haltestelle ab dem Fahrplanwechsel im Juni anfahren.
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