„Im Alter sollte man es langsam angehen, sich viel ausruhen und sportlich gesehen höchstens spazieren gehen.“ – laut Prof. Froböse ein totaler Irrglauben. Die Wahrheit: "Mit zunehmendem Alter fällt uns Aktivität nur schwerer. Deshalb lassen die körperlichen Fähigkeiten nach. Die Wissenschaftler sprechen im Durchschnitt von 10 Prozent Leistungsnachlass pro Dekade. Doch das muss nicht sein. Sich im Alter fit zu halten, ist gar nicht so schwer.“
Die Muskeln beispielsweise wissen gar nicht, wie alt sie sind. Sie besitzen keine biologische Uhr und erneuern sich in etwa alle 15 Jahre komplett. Muskeln sind also eigentlich jugendlich. Und das sollte jeder nutzen. Denn innerhalb von zwölf Monaten kann die Muskulatur um mehr als 100 Prozent gesteigert werden. In jedem Alter. Dadurch erhöht sich nicht nur die Leistungsfähigkeit insgesamt, sondern vor allem auch die Mobilität. Und wer im Alter mobil ist, kann länger selbstständig bleiben und leben.
„Sport im Alter verbessert die Lebensqualität erheblich und mit einem angemessenen Fitness-Training kann in jedem Alter begonnen werden. Selbst Gymnastik im Sitzen, so genannte Hockergymnastik, hat eine äußerst positive Wirkung auf Herz und Kreislauf. Muskelkraft und Koordination werden gestärkt und aufgebaut, so dass man beweglicher, ausdauernder, widerstandsfähiger und rundum gesünder wird. Nicht zu unterschätzen ist auch die positive soziale Wirkung, die regelmäßige gesellige Treffen mit sich bringen“, verrät DRK-Kursleiterin Petra Klein.
Eines bleibt allerdings unverändert: Je älter man wird, umso wichtiger ist es, daran zu arbeiten. Den Erfolg bringt jedoch nur die Dauerhaftigkeit. „Leider hören wir beim Thema körperliche Ertüchtigung auch oftmals Ausflüchte wie “Ach, für so was bin ich doch schon zu alt“, oder “ich kann das bestimmt gar nicht, was die da in der Gymnastikstunde machen“ wird dann oftmals vorgebracht“, weiss DRK-Gymnastikleiterin Petra Klein. So oder ähnlich denken viele ältere Menschen. Sie können nur vom hören sagen wissen, was da so gemacht wird, beim Seniorensport.
Ein Ziel der wöchentlichen Bewegungsstunde ist zudem eine Verbesserung der Alltagskompetenzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen (wieder) in die Lage versetzt werden, eigenständige Verrichtungen des täglichen Lebens wie aufstehen, gehen, Treppen steigen sowie auch handwerkliche Tätigkeiten, die durch eine Verkürzung der Muskulatur nicht mehr so gut möglich sind, wieder zu verbessern. „Außerdem wollen wir erreichen, dass sich der Mensch wieder vital fühlt.“
Das geschieht durch gymnastische Übungen, durch kleine Spiele, gymnastische Übungen, durch Hilfsmittel wie ein Ball, Keule, ein Tuch oder auch ein Theraband um nur mal einige Beispiele zu nennen. Auch werden Themen wie Sturzprophylaxe abgehandelt. „Alles aber mit dem nötigen Spaß und nicht bitterernst. Bewegung soll Spaß machen“, lacht die langjährige Kursleiterin.
Jeweils mittwochs von 11:00-12:00 Uhr (ab sofort) wird die Seniorengymnastik unter Leitung von Petra Klein in Senioren-Wohnanlage an der Weststraße 66 angeboten. Es sollte bequeme Kleidung mitgebracht werden.
Der Kostenbeitrag für die Gruppenübungen wird bei 2 Euro (1,50 € für DRK-Mitglieder) pro Veranstaltung liegen. Eine Schnupperstunde bleibt natürlich kostenfrei! Weitere Informationen und Anmeldungen zum Seniorengymnastik-Angebot beim Roten Kreuz gibt es unter der Rufnummer 0 23 27 / 8 70 19 bei Herrn Eisenkopf.
Foto: Citoler (DRK)








