Blutspende und Typisierung bedeuten zweifache Hilfe!!!

Wann? 01.03.2015 10:00 Uhr bis 02.03.2015 19:30 Uhr

Wo? DRK-Saal, Voedestraße 53, 44866 Bochum DE
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Bochum: DRK-Saal |

Möglichst viele Neuspender möchte der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes auch im Jahr 2015 wieder gewinnen, um die Ausfälle von Stammspendern, die aus Alters- oder Krankheitsgründen als Spender wegfallen, ausgleichen zu können. Die Wattenscheider können am nächsten Sonntag und Montag fleißig dazu beitragen, dieses ambitionierte Ziel in die Tat umzusetzen. Im letzten Jahr konnten das Rote Kreuz in Wattenscheid knapp 200 Erstspender verzeichnen. „Das war ein tolles Ergebnis“, freut sich DRK-Präsident Thorsten Junker, „aber diese Zahl ist sicher noch weiter ausbaubar!“



Ausfüllen des Fragebogens, Einführen der Nadel, fünf bis zehn Minuten an der Kanüle, anschließende Ruhephase – warum nehmen Menschen all das auf sich? Nur am leckeren Essen beim Roten Kreuz im Anschluss kann es eigentlich nicht liegen.
„Das ist doch nur ein Piks – und fertig“, nimmt DRK-Pressesprecher Christian Lange die Angelegenheit relativ gelassen hin. Weil innerhalb des DRKs über die Thematik Blutspende intensiv berichtet wurde, kämen auch zahlreiche DRKler dazu, regelmäßig Blut zu spenden und werben oftmals selbst schon einige Jahre intensiv um neue Spender im Familien- und Freundeskreis.

"Hilfe zu leisten ist die Triebfeder der Motivation"


Tatsächlich stelle das Bestreben, Hilfe zu leisten, für die meisten Spender die Triebfeder dar, erläutert Thorsten Junker weiter. Ein Teil komme beim ersten Mal aber auch, weil im Verwandten- oder Bekanntenkreis tatsächlich jemand Blut benötigte: „Das Bewusstsein von der Notwendigkeit des Spendens war zwar schon vorher da, doch durch solche Ereignisse wird es dann ausgeprägt.“ Nun kann bei den nächsten Blutspendeterminen eine weitere Motivationssteigerung bei den Wattenscheiderinnen und Wattenscheidern entstehen, hofft der örtliche Rotkreuzverband.

Typisierungsaktion als weitere Motivation


"Blutspender helfen Leukämiepatienten“ heißt eine erfolgreiche Kooperation des DRK-Blutspendedienstes West und der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei. Seit Herbst 2013 kooperieren die Organisationen zusammen, um gemeinsam junge Menschen zur Blutspende und zur Typisierung zu motivieren. Dies ist nun am kommenden Sonntag und Montag auch in Wattenscheid möglich!

Es gibt wichtige Gründe für diese Zusammenarbeit des DRK und der Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung: Ist ein Mensch an Leukämie erkrankt, kann er durch eine Blutstammzelltransplantation eventuell geheilt werden. Deshalb wirbt die Stiftung seit fast 30 Jahren für eine Registrierung als Stammzellspender. Blutspender sind aber ebenso wichtig für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind: Bis ein passender Stammzellspender gefunden wird, benötigt der Patient oft Bluttransfusionen. Dann muss sich die Patientin oder der Patient vor der Transplantation einer Chemotherapie oder Bestrahlung unterziehen. Dadurch wird das blutbildende System größtenteils bzw. ganz ausgeschaltet. Nach der Transplantation der Stammzellen, kann es zwei bis drei Wochen dauern bevor die blutbildenden Stammzellen ihre Arbeit aufnehmen. In dieser Zeit benötigt der Patient, wieder Blutpräparate – manchmal täglich.
Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen.

Thorsten Junker weiß auch um die positiven Effekte des freiwilligen Aderlasses: „So kann man bei unseren Blutspendeterminen mit einem kleinen Pieks gleich mehrfach helfen und Leben retten. Zudem bekommt man mit der Blutspende immer auch einem kostenlosen Gesundheits-Check und sicherlich auch ein gutes Gefühl, eben Menschen durch seine Spende geholfen zu haben.“

Wattenscheider Blutspendetermine


Die kommenden Blutspendetermine in Wattenscheid finden in der DRK-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 statt und zwar am
Sonntag, 01. März von 10:00-15:00 Uhr
Montag, 02. März von 15:30-19:30 Uhr.


Eine regelmäßige Beteiligung an den Blutspende-Aktionen ist und bleibt dauerhaft wichtig, denn Blutkonserven werden kontinuierlich benötigt und sind leider nicht lange lagerfähig. Zudem wächst die Anzahl älterer Mitbürger. Und mit dem höheren Lebensalter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, so schwer zu erkranken, dass zur Genesung Bluttransfusionen notwendig sind. Blut spenden kann übrigens jeder Gesunde ab 18 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilo. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.
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Marion Kamerau aus Bochum | 25.02.2015 | 14:45  
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