Chancen ergreifen: 15. Woche des Sehens in Wattenscheid

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Fühlen, hören, schmecken, riechen: Diese Sinne werden von blinden Menschen genutzt, um ihren Alltag zu bestreiten. Mit einem Aktionstag am 12. Oktober lädt der Blinden- und Sehbehindertenverein in Wattenscheid ein, sich über Hilfsmittel, wie die Braillezeile (Bild), zu informieren.
 
Walter Menzen verlor bereits in der frühesten Kindheit seine Sehkraft. Für ihn ist die Nutzung verschiedenster Hilfsmittel selbstverständlich, diese möchte er gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Wattenscheid einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Blinden- und Sehbehindertenverein in Wattenscheid an der 15. Woche des Sehens und möchte vor Ort mit einem Aktionstag am kommenden Mittwoch, 12. Oktober, auf die Chancen und Möglichkeiten von blinden und sehbehinderten Menschen aufmerksam machen.

Die Woche des Sehens ist eine jährlich stattfindende Kampagne, die 2002 von Augenärzten, Selbsthilfeorganisationen und internationalen Hilfswerken ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam machen sie seitdem auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Lage blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam.
"Chancen sehen – für gesunde Augen ein Leben lang!", so lautet das Thema der 15. Woche des Sehens.

Aktionstag bietet Chancen


Walter Menzen, stellvertretender Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins in Wattenscheid, ist selbst von Kindesbeinen an betroffen und freut sich, dass der Aktionstag zeigt, wie viele Möglichkeiten es für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung gibt: "Mittlerweile gibt es viele Hilfsmittel, die den Alltag für Blinde erleichtern. Diese wollen wir am 12. Oktober vorstellen und allen Interessierten auch beratend zur Seite stehen."
Bereits im Kindesalter erkrankte Menzen an einer Kombination aus grünem und grauem Star, die nicht behandelbar ist. "Ich habe zunächst eine Blindenschule und anschließend ein Gymnasium besucht, dabei hatte ich natürlich nicht die heutigen Hilfsmittel", so der ehemalige evangelische Pfarrer. Heute nutzt er beispielsweise die Braillezeile, die - angeschlossen an einen Computer und mithilfe eines Screenreaders - Geschriebenes in Brailleschrift übersetzt.
Genau diese Möglichkeiten sind es, die am 12. Oktober in Wattenscheid vorgestellt werden. In Workshops wird gezeigt, wie blinde Menschen Geldscheine und Münzen erkennen können, wie sie Zugang zu Literatur haben und wie sie inklusiv mit Sehenden spielen können. Außerdem erklärt eine Mobilitätstrainerin, wie sie blinden und sehbehinderten Menschen hilft, sich in der Umwelt zu orientieren.

Vor Ort aktiv


Der Blinden- und Sehbehindertenverein in Wattenscheid setzt seinen Schwerpunkt auf das Beratungsangebot. So ist das Büro an der Voedestraße 5 dienstags und freitags in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet. Hier finden Hilfesuchende Ansprechpartner, die sie bei der Beantragung von Blindengeld und anderen Anliegen unterstützen.
Ein weiteres Angebot ist die inklusive Spielgruppe, die sich jeweils mittwochs ab 15 Uhr im Haus Sommerdelle, Sommerdellenstraße 75, trifft.

Aktionstag am 12. Oktober
- In den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde im neuen Gemeindezentrum Alter Markt 5 können Interessierte in der Zeit von 10 bis 17 Uhr eine große Hilfsmittelausstellung besuchen und sich darüber informieren, was Blinden und Sehbehinderten hilft, ihren Alltag zu bewältigen.
- In der Zeit von von 14 bis 15 wird ein Augenarzt in zwei Fachvorträgen mit anschließenden Gesprächen über altersbedingte Augenerkrankungen informieren.
- Zusätzlich wird es in der Wattenscheider Sparkasse einen Informationsstand geben.
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