Erste Hilfe: DRK plädiert für regelmäßiges Auffrischen!

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Erste Hilfe Kurse werden beim DRK mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten!
 
Werner Rautenberg ist in Wattenscheid als Erste-Hilfe-Beauftragter im Einsatz
Bochum: DRK-Zentrum |

„Unmittelbar nach einem Infarkt muss man eine Herzdruckmassage einleiten. Nur dann sind die Chancen groß, dass der Patient überlebt“, erklärt Werner Rautenberg, Erste-Hilfe-Beauftragter des Wattenscheider Roten Kreuzes. Seit Jahrzehnten ist er bereits beim DRK tätig und weiß, worauf es ankommt. Es sind die ersten Minuten, die entscheiden, ob und mit welchen Folgeschäden jemand überlebt. Da Rettungsteams auch in Bochum kaum jemals vor Ablauf von 5-8 Minuten den Notfallort erreichen, kommt es auch auf die Ersthelfer an. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein ausgebildeter Rettungssanitäter oder ein Passant ist, der hilft. Hauptsache es geschieht überhaupt.



„Es ist total wichtig, in einer Gefahrensituation zu handeln“, erklärt Werner Rautenberg. Abgesehen von der gesetzlichen Verpflichtung eines jeden Bürgers, anderen zu helfen, gäbe es auch noch andere, weitaus motivierendere Gründe, Erste Hilfe zu leisten. „Mir geht es persönlich auch um Nächstenliebe. Außerdem helfe ich anderen, weil ich möchte, dass auch mir geholfen wird, wenn etwas passiert. Helfen kann jeder zu jeder Zeit, ich mache das gerne“, erklärt der langjährige Ausbilder.

"Angst vor falscher Reaktion"


Warum aber schauen zahlreiche Passanten nur zu, während andere Menschen in einen Notfall verwickelt oder sogar selbst verletzt werden, wenn es doch so einfach ist, etwas zu tun? Die Gründe dafür kann Werner Rautenberg nur vermuten: „Wahrscheinlich haben die Leute Angst, etwas falsch zu machen.“ Und in der Tat liegt der Rotkreuzler mit seiner Annahme nicht verkehrt. Angst spiele nämlich eine sehr große Rolle: Eine falsche Reaktion, falsche Anwendung von Erster Hilfe und die daraus resultierenden Konsequenzen seien wichtige Faktoren, weshalb Menschen eher wegschauen als einschreiten, so DRK-Kreisverbandsarzt Thorsten Schleifer, selbst im Bochumer Rettungsdienst tätig.

"Erste Hilfe ist einfach und oftmals lebensrettend"


„Wir führen unsere Kurse in der Ersten Hilfe regelmäßig durch, um zu zeigen, dass diese Befürchtungen nicht angemessen sind. Man kann nichts falsch machen, wenn man anderen hilft. Wenn man gar nicht weiß, was zu tun ist, sollte man zumindest den Notruf wählen, der Anleitung gibt“, so der Rettungsexperte. Viele der Teilnehmer der DRK-Kurse seien immer wieder sehr erstaunt darüber, wie einfach es sei, Erste Hilfe zu leisten und bekämen mehr Sicherheit durch dieses Training beim Roten Kreuz.

Notfälle sind keine Seltenheit. Die meisten passieren im Alltag. Es trifft Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn. Rund 80 Prozent dieser Situationen sind Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Stoffwechselerkrankungen – genau jene Fälle also, bei denen die ersten Minuten entscheiden. Und selbst wenn es nicht ernst wird, sind Erste-Hilfe-Kenntnisse zu Hause mehr als hilfreich: Auch Schnittwunden, Verstauchungen oder Brüche heilen bei richtiger Erstbehandlung besser und schneller.

Lehrgang im DRK-Zentrum


Der nächste Lehrgang in den „Ersten Hilfe“ findet am Samstag 12. November 2016 ab 10 Uhr im DRK-Zentrum an der Sommerdellenstraße 26 (Begegnungsstätte 1. Etage) statt und umfasst insgesamt 9 praxisorientierte Unterrichtseinheiten. In diesem Lehrgang werden vielfältige Maßnahmen aus der Ersten Hilfe vermittelt und intensiv praktisch geübt.

Interessierte MitbürgerInnen, Führerscheinbewerber der Klassen A, B, C und D, sowie Übungsleiter, Trainer oder Betriebshelfer (Kosten übernimmt hier für die Mitarbeiter die Berufsgenossenschaft) können sich hierzu gerne in der DRK-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 anmelden (Tel.: 0 23 27 – 8 70 17).
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