Plötzlich Lebensretter – Lernen, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein!

Wann? 25.07.2015 10:00 Uhr bis 25.07.2015 17:30 Uhr

Wo? DRK-Zentrum, Sommerdellenstraße 26, 44866 Bochum DE
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  Bochum: DRK-Zentrum |

Ein heftiger Knall, zwei Autowracks - und schon ist man als Unfallzeuge mittendrin im Geschehen: Verletzten zu helfen ist Pflicht. Gut für Ersthelfer und Hilfsbedürftige, wenn gleich alle Handgriffe sitzen.



Es ist die reinste Horrorvorstellung für viele Autofahrer, plötzlich in die Rolle des Ersthelfers zu geraten. Nach Erkenntnissen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat fast die Hälfte Angst, dabei Fehler zu machen. Aber einer ist nun mal immer der Erste am Unfallort. Und laut dem Statistischen Bundesamt ereigneten sich allein in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres rund 255 000 Unfälle mit Verletzten auf deutschen Straßen. Die Wahrscheinlichkeit, plötzlich als Helfer gefordert zu sein, ist also gar nicht so gering. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber dennoch, dass Unfallsituationen im heimischen Umfeld viel häufiger auftreten, als Unfälle im Straßenverkehr.

Praxisnahe Ausbildung mit vielen Übungen!


Wie man sich in derlei Situationen also verhalten sollte, ist relativ einfach und kann leicht erlernt und in Lehrgängen beim Roten Kreuz ausgiebig geübt werden. Vier von fünf Menschen in Deutschland können bisher die Frage nach der Reihenfolge der Hilfsmaßnahmen im Notfall nicht richtig beantworten. Korrekt ist: Unfallstelle absichern, Überblick verschaffen, Notruf absetzen, Erste Hilfe leisten. „An erster Stelle steht immer die Eigen- und Fremdsicherung“, betont Werner Rautenberg, Erste Hilfe-Beauftragter beim Wattenscheider Roten Kreuzes. Leider komme es immer wieder vor, dass Ersthelfer durch nachfolgenden Verkehr wegen fehlender oder unzureichender Absicherung verletzt oder sogar getötet würden.

Geht es dann um die Hilfe am Verunfallten selbst, ist auch hier Handeln ohne Angst angesagt. „Schon auf den ersten Blick kann man anhand von Aussehen, Position und Verhalten des Betroffenen viel über dessen Zustand erkennen“, sagt Werner Rautenberg. Liegt ein Verletzter regungslos da, sollten Helfer zunächst versuchen, ihn durch lautes Ansprechen und leichtes Rütteln an der Schulter aufzuwecken. Gelingt das nicht, muss die Atmung kontrolliert werden. „Dazu beugen Sie sich zur Person nieder und prüfen, ob Sie an ihrer Wange die Atemluft spüren, ob Sie Atemgeräusche hören und ob sich der Brustkorb hebt und senkt“, erklärt der Erste-Hilfe-Experte. Wenn der Bewusstlose atmet, wird er in die stabile Seitenlage gebracht - atmet er nicht, sind Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich.

Selbstvertrauen für den Ernstfall gewinnen


Hoch motiviert wollen Werner Rautenberg und sein Team vom DRK auch im Juli die Erste Hilfe weiter öffentlich thematisieren und haben sich vorgenommen, nun noch mehr Menschen das richtige Helfen beizubringen. „Durch die Betonung der praktischen Übungen sollen sich unsere Teilnehmer zudem schneller viel sicherer fühlen und das nötige Selbstvertrauen gewinnen, um im Notfall schnell ins Handeln zu kommen.“

EH-Kurse im Juli mit Rabatten für Ferienpassnutzer


Die nächsten Erste-Hilfe-Kurse des DRK-Kreisverbandes in Wattenscheid finden an den Samstagen, 11. und 25. Juli 2015, jeweils ab 10 Uhr im Lehrsaal (1. Obergeschoss) des DRK-Zentrums an der Sommerdellenstraße 26 statt. Die Seminare gelten für alle Führerscheinklassen. Für betriebliche Ersthelfer werden die Kosten von der zuständigen Berufsgenossenschaft übernommen. Ferienpassinhaber erhalten eine Ermäßigung von 15 € auf die Kursgebühr.

Weitere Informationen und Termine – auch zu Kursen für Gruppen, Vereinen oder Betrieben – gibt es in der DRK-Kreisgeschäftsstelle, Voedestraße 53 in Wattenscheid, unter der Rufnummer 0 23 27 -8 7017.
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