Teddyklinik als Win-Win-Situation für Klein und Groß

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  Bochum: Getrudisschule | Am 16. bis 17. Mai 2018 richtete das Projektteam aus DRK-Kreisverband Wattenscheid, Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Martin-Luther-Krankenhauses und Gertrudisschule gemeinsam im Rahmen der ersten Wattenscheider Gesundheitswochen eine Teddyklinik in der Sporthalle der Grundschule ein und öffnete für alle interessierten Kindergartenkinder und Grundschüler die Türen.

Wenn die eigenen Kinder zum Arzt müssen, dann steht für Eltern oftmals die Welt still und man kann an nichts anderes mehr denken. So ähnlich fühlt es sich auch für die Kleinen an, wenn ihre „Kinder“, die Kuscheltiere und Puppen, krank oder verletzt sind. Egal ob der Teddy Fieber hat, das Lieblingskuscheltier Bauchweh, der Plüsch-Superheld sich ein Bein gebrochen hat nicht mehr stehen kann oder das Schildkröten-Stofftier sich den Panzer verstaucht hat. Nichts macht mehr so richtig Spaß, wenn die plüschigen Freunde krank sind. Doch die Wattenscheider Kids hatten Glück, denn die Stofftierärzte der Teddyklinik nahmen sich dieser Fälle an und versorgten die kuscheligen Begleiter sehr einfühlsam und ausgiebig.

Mit Hilfe dieses Arztbesuchs ihrer Kuscheltiere sollten die Kinder die gängigen Aufnahmerituale oder Untersuchungsmethoden in der Klinik, wie das Röntgen, aber auch den Transport mit dem Krankenwagen und den Besuch in der Apotheke kennenlernen. „Wir wollten dazu beitragen, den Kindern auch ein wenig die Angst vor dem „Mysterium Krankenhaus und Krankenwagen“ zu nehmen“, erklärt Svenja Heim, die mit einigen ihrer Krankenpflege-Schülern des Martin-Luther-Krankenhauses die Teddyklinik tatkräftig unterstützt hatte.

"Einblick in den medizinischen Alltag geben!"

Bei der ersten Auflage einer solchen Veranstaltung in Wattenscheid wurde vom Organisationsteam dabei an fast alles gedacht, um es wie einen tatsächlichen Arztbesuch aussehen zu lassen. Vom Aufnahmeblatt, das nach etwaigen Vorerkrankungen fragt, bis hin zum Rezept für die Medizin, die man in der Teddy-Apotheke in Form von Gummibärchen oder Fruchtsaft abholen konnte, nichts fehlte. „So bekamen die Kinder einen Einblick in den medizinischen Alltag, ohne direkt betroffen zu sein“, freute sich Schulleiterin Tanja Knopp von der Gertrudisschule. „Ganz nebenher mussten die Kinder, wie im realen Leben, auch ein wenig Geduld aufbringen und an den jeweiligen Stationen artig warten, bis sie an der Reihe waren. Ein zusätzlicher Lerneffekt, der für den schulischen und privaten Alltag sicherlich nicht schädlich ist.“

WIN-WIN-Situation für Klein und Groß

Die kleinen Besitzer profitieren langfristig davon, wie Rotkreuzlerin Carina Kruppa-Schürmann, auch außerhalb der Teddyklinik beruflich als Ärztin aktiv, festgestellt hat: „Das zeigt sich besonders dann, wenn die Kinder selbst in ein Krankenhaus müssen. Die kleinen Patienten gehen sehr viel unbefangener mit dieser neuen Situation um. Schließlich waren sie bereits einmal in der Klinik als ihr Kuscheltier erkrankt war und so kennen sie den Ablauf schon und unsere Ehrenamtlichen haben im Umgang mit den Kindern sicherlich auch so Einiges gelernt, eine Win-Win-Situation für die Kleinen und Großen also.“

Von der Teddyklinik profitieren nämlich nicht nur die Kinder und ihre Stofftiere, sondern auch die Krankenpflegeschüler und die Mitarbeiter des Roten Kreuzes. „Gerade die kleinen Patienten sind in der Praxis nicht immer einfach. Sie haben Angst vor dem Rettungswagen und wollen sich teilweise nicht untersuchen lassen. Bei der Teddyklinik hatten also beide Seiten die Gelegenheit, den Umgang miteinander zu erleben. Auf diese Weise sind auch unsere KTW-Besatzungen für den Notfall bestens gerüstet“, wie Norbert Vlatten, Kreisrotkreuzleiter beim Roten Kreuz in Wattenscheid, erklärt.

Teddyklinik mit bewährtem Team auch im Jahr 2019



Der Erfolg des Konzepts der Veranstaltung kann sich wirklich sehen lassen: Es wurden mehr als 380 Kuscheltiere untersucht und geheilt und das Dreigestirn der Veranstalter aus DRK, Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Martin-Luther-Krankenhauses sowie der Gertrudisschule plant schon die zweite Auflage der Teddyklinik für das Jahr 2019.
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