Vom JRK ins DRK: Zwei Wattenscheider Schüler vom Helfervirus infiziert!

Michelle Sachs, mit Clara (JRKlerin,12 Jahre) und Leo Engel bei Sanitätsübungen
 
Der Jugendverband unter dem Dach des Roten Kreuzes
Ob Modelleisenbahnen, Fußball oder Stricken: Jeder hat Hobbys und verfolgt somit auch gewöhnliche Ziele, die er erreichen will. Ganz egal, ob es der Bau der längsten Eisenbahnstrecke, das Erzielen des Siegtores oder das Stricken einer Mütze ist.

Die Ziele von Michelle Sachs und Leo Engel sind dagegen alles andere als gewöhnlich: Ihr Anliegen ist es, anderen Menschen zu helfen, sie in Notsituationen zu unterstützen und mit anderen Jugendlichen zusammen-zuarbeiten. Denn die Beiden sind Mitglied beim Jugendrotkreuz (JRK) und neuerdings auch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Wattenscheid.


Die 16-jährige Michelle Sachs und der gleichaltrige Leo Engel sind bereits seit 2010 beim JRK und gehören somit schon knapp 2 Jahre zum Team der Jugendgruppe. Beide waren zunächst Gruppenkinder, die zu den regelmäßigen Gruppenstunden des JRKs gingen und zusammen mit anderen Kindern das Handwerk der Ersten Hilfe erlernten. Zusätzlich wurde auch gebacken, gebastelt und gespielt und zahlreiche Freizeitaktivitäten miteinander geteilt.

Zum Jugendrotkreuz waren Sie über die Erste-Hilfe-AG der Pestalozzi-Realschule gekommen, bei der erste Kontakte zum Jugendverband aufgebaut wurden. Ihre Erste-Hilfe-Fähigkeiten werden aktuell sogar noch systematisch ausgebaut, denn beide Schüler nehmen am aktuellen Sanitätslehrgang des Kreisverbandes statt. „Hier machen wir noch einmal über sechs Wochenenden eine sanitätsdienstliche Ausbildung u.a. mit einer Frühdefibrillationsschulung”, erzählt Leo Engel und bekommt von Michelle Sachs Zustimmung. „Da kommt schon einiges an Themen zusammen.” Auch ein Aufbaulehrgang zum Rettungshelfer soll vielleicht in einiger Zeit noch folgen.

Die beiden Schüler wollen auch noch lange beim JRK bleiben. „Das Zusammenarbeiten mit den Kindern macht mir einfach viel Spaß, und auch der Zusammenhalt im Jugendrotkreuz ist enorm”, erzählt Leo Engel. Auch Michelle ist schon lange vom JRK-Fieber infiziert. „Ich kann gar nicht mehr ohne JRK sein”, erzählt sie und muss lachen. „Mir würde ohne das Rote Kreuz etwas fehlen.”

Doch obwohl für die Jugendlichen das Jugendrotkreuz wie eine zweite Familie geworden ist, wirken sie seit Ende 2011 nun auch im Erwachsenenverband des DRK mit. „Ich möchte mich einfach weiterbilden”, erwähnt Michelle und ergänzt: „Mein Ziel ist es, vielleicht einmal Rettungssanitäter zu werden und auf jeden Fall anderen Menschen in schlimmen Situationen helfen zu können. Die passenden Ausbildungen dafür kann man ja beim DRK absolvieren.” Für Leo Engel war der Einstieg in die Rotkreuzgemeinschaft eine Selbstverständlichkeit, weil, wie er sagt, fast alle diesen Weg parallel zum Jugendrotkreuz gehen.

Zudem hat das DRK auch einige Sachen zu bieten, die es beim JRK nicht gibt. „Ich mag vor allem die Sanitätswachen und Dienstabende”, erzählt Michelle, die beim DRK auch schon weitere Grundausbildungen absolvieren möchte. Wie für Leo Engel könnten hier die Grundausbildungen für Technik und Sicherheit und den Betreuungsdienst folgen. Daraus resultiert auch, dass der Bereich des Katastrophenschutzes in der Wattenscheider DRK-Einsatzeinheit irgendwann als Aufgabe ansteht. Hier sind dann der Betrieb eines Feldkochherdes bei Betreuungseinsätzen oder auch das Ausleuchten einer Verletztensammelstelle als Techniktrupp mögliche Einsatzgebiete der jungen Rotkreuzler. Beide Schüler freuen sich aber zunächst auf ihre Einsätze bei Sanitätswachen.

Ihnen macht es sichtlich Spaß beim DRK und JRK mitzuwirken und sie empfehlen jedem Jugendlichen bei den Gruppenstunden des JRK und den Erwachsenen bei den Dienstabenden des DRK vorbeizuschauen. „Da verpasst man einfach was, wenn man sich nicht wenigstens einmal davon überzeugt, ob das Mitwirken nicht auch für einen selbst etwas wäre”, motiviert Michelle Sachs zum Mitmachen.

Die Kindergruppe des Jugendrotkreuzes trifft sich wöchentlich donnerstags von 17:30-19:00 Uhr, die Jugendgruppe freitags zur selben Zeit (Ansprechpartner Mark Büteröwe). Die Ausbildungsabende des DRK finden 14tägig freitags von 19:00-21:00 Uhr statt (Hier steht Rotkreuzleiterin Carina Kruppa als Ansprechpartnerin zur Verfügung). Alle Veranstaltungen werden im DRK-Zentrum an der Sommerdellenstraße 26 durchgeführt.

Weitere Information erhält man in der DRK-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 in Wattenscheid oder unter der Rufnummer 0 23 27- 8 70 17 (Herr Eisenhuth).
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2 Kommentare zum Beitrag
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Erika Sanchez aus Bochum am 25.05.2012 um 19:49 Uhr  
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Christian Lange aus Wattenscheid am 26.05.2012 um 12:15 Uhr  
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