Der liebe Gott ist Höntroper

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Auch mit fast 67 Jahren noch rank und schlank: Schalkes Ex-Nationalspieler und Goalgetter Klaus Fischer. Foto: Peter Mohr


Die Sonne strahlte, der SV Höntrop feierte, und die Fußballfans (und halb Höntrop) waren auf den Beinen und pilgerten in Scharen zum Preins Feld.



„Der liebe Gott ist ein Höntroper“, meinte SVH-Urgestein „Kalle“ Lukowski nach Beendigung des großen Jubiläumsspiels im Preins Feld. Tatsächlich schenkte der Wettergott den „Rothosen“ optimales Fußball- und Feierwetter.
Selbst ältere Höntroper wollten sich nicht festlegen, wann das Preins Feld das letzte Mal so gut gefüllt war. Schon am frühen Nachmittag, als eine Wattenscheider Stadtauswahl gegen die Alten Herren des SVH und später ein Schalker Nachwuchsteam gegen die Höntroper Jugend kickte, säumten einige hundert Besucher das weite Kunstrasenrund.
Zwischen 15 und 16 Uhr wurde es dann immer voller - in Erwartung des Jahrhundertspiels. Parkplätze rund um das Preins Feld waren Mangelware. Es waren in jedem Fall mehr als 1000 Besucher, die den Weg in den Wattenscheider Süden fanden - zum einstigen fußballerischen Aushängeschild der Hellwegstadt.
Im Jubiläumskick gelang den Schalker „Oldies“ dann eine „knappe“ 11:2-Revanche für die 1934 in der Glück-Auf-Kampfbahn erlittene Niederlage. Aber Schwamm drüber - der Spaß stand im Vordergrund und davon hatten alle Beteiligten reichlich.
Und es war schon einigermaßen beeindruckend mit welcher körperlichen Fitness auch die älteren Schalker Jahrgänge aufwarteten. Allen voran Klaus Fischer, der Jahrhunderttorschütze, der Ende des Jahres seinen 67. Geburtstag feiert. Auch Ex-Nationalspieler Matthias Herget und Siggi Bönighausen haben sich kaum von ihrem Kampfgewicht entfernt, obwohl auch sie an der Schwelle zum 6. Lebensjahrzehnt stehen. Erst spät in der zweiten Halbzeit fielen die beiden Höntroper Treffer - erzielt von Hüsnü Köktürk und Kai Dohm und frenetisch gefeiert wie ein Titelgewinn.
Und woran es gelegen hat, dass der SV H nicht so ganz ins Spiel fand, brachte der scheidende Wattenscheider Kultgastronom Torben Drolshagen bei einer kühlen Hopfenstärkung mit einem Lächeln nach dem Spiel auf den Punkt: „Das war nicht unser Boden.“
Drolshagen merkte an, dass die Traditionskicker des SVH eben lupenreine „Aschenpöhler“ gewesen sind und er selbst zum ersten Mal auf dem Kunstrasen gekickt habe.
Die sportlichen „Feierlichkeiten“ gehen mit dem am Freitag beginnenden Pfingst-Jugendturnier weiter.
Insgesamt 27 Fotos aus dem Preins Feld im Internet unter lokalkompass.de/ 654546
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