Leichtathletik-WM: Cremer steht im Halbfinale

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Ihr großer Traum von der zweiten Runde ist wahr geworden! Aber es war eine ganz schöne Zitterpartie für die Wattenscheider Viertelmeilerin Esther Cremer. Bei der Weltmeisterschaft in Moskau hat sie über 400 Meter das Halbfinale (Sonntag, ab 18.05 Uhr MESZ) erreicht.

Allerdings musste die Deutsche Doppelmeisterin von Ulm, die im vierten von fünf Vorläufen stand, auf die Zeit hoffen und bis zum letzten Vorlauf bangen. Danach stand fest: Als Drittbeste von vier Zeitschnellsten ist sie weiter – mit 52,17 Sekunden verpasste sie eine neue persönliche Bestleistung aber doch deutlich. Und so war Cremer mit ihrem eigenen Rennen auch gar nicht zufrieden: „Der Anfang hat sich gut angefühlt, aber hinten bin ich fast ins Ziel gestolpert. Ich bin nicht sicher, ob ich es gut umgesetzt habe; nach hinten raus muss ich was falsch gemacht haben.“
„Es war aufregend“, sagte ihr Heimtrainer Slawo Filipowski, der das Rennen im Fernsehen verfolgt hat, „Thomas Kremer, der sie vor Ort betreut, hat mich direkt angerufen. Sie ist sehr flott angegangen, die gestoppten Zwischenzeiten waren viel zu schnell!“ Sein Schützling habe sich zu sehr von der später siegreichen Russin Ryzhova mitziehen lassen: „Gerade die Kurve ist sie sehr schnell gelaufen, da ist sie geradezu nach vorne gekippt und hat Kraft verloren. Das habe ich ihr auch schon geschrieben. Aber sonst ist es ein riesiger Erfolg.“ Über das Finale zu sprechen, sagt Filipowski, sei natürlich völlig vermessen: „Was da vorne abgeht, ist schon unnormal!“
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