Sechs Medaillen als DM-Minimalziel

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Ein Teil des Wattenscheider DM-Aufgebots am Mittwoch bei der Pressekonferenz mit Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Spohn. FOTO: TV 01
Leipzig ist eigentlich ein gutes Pflaster für die Wattenscheider Leichtathleten, doch TV 01-Manager Michael Huke stapelt tief vor der DM am Wochenende in Sachsen. Vor zwei Jahren gab es in Leipzig einen wahren Medaillenregen. „Wir hatten damals ein Highlight. Sieben Mal Gold – es wird dieses Jahr schwer sein, das zu brechen. Das schafft man vielleicht alle 20 Jahre. Wir haben trotzdem ein schlagkräftiges Team dabei. Mit sechs Medaillen können wir rechnen. Das ist das Minimalziel", so Huke.

Sprint-Hallenrekordler Julian Reus muss sich vor allem vor interner Konkurrenz in Acht nehmen. „Angst brauche ich nicht zu haben. Ich muss mich darauf konzentrieren, meinen Job zu machen. Über 60 Meter darf man keine Fehler machen“, sagte Reus mit Blick auf Sprinter Christian Blum. Der zweite schnelle Wattenscheider ist Reus‘ schärfster Konkurrent um den Titel. Momentan muss sich Reus den Rekord (6,53 sec) noch teilen. Daran, alleiniger Rekordhalter zu werden, denkt er aber nicht, sagte er: „Mein Ziel ist es, drei gute Rennen zu machen. Es kann sein, dass man 6,53 läuft. Es kann sein, dass man 6,56 läuft. Es kann sein, dass man 6,50 läuft. Das wird man am Samstag dann auf der Uhr sehen.“ Kommt es zum Duell zwischen Julian Reus und Robin Erewa über 200 Meter? Julian Reus ließ einen Start über die Hallenrunde offen.

Männersprint in Wattenscheider Hand?
„Julian ist herzlich willkommen über 200. Ich würde mich freuen, wenn ich mich für Nürnberg revanchieren kann. Gegner sind da, um gegen sie zu laufen“, verteilte Titelverteidiger Robin Erewa eine Einladung an Julian Reus. Am Sonntag will Erewa noch den Staffeltitel holen – nicht gegen, sondern mit Reus.

Die dreiköpfige Hürden-Fraktion des TV Wattenscheid 01, mit Pamela Dutkiewicz, Monika Zapalska und Eva Strogies hat geschlossen eine Chance auf das Finale. In 8,08 Sekunden über die 60 Meter Hürden ist Dutkiewicz momentan zweitbeste Deutsche.

Malte Mohrs schwieriges Comeback
Stabhochspringer Malte Mohr kämpft sich derzeit ebenfalls zurück. 5,20 Meter hat der Hallen-Vizeweltmeister derzeit stehen. Nach einem katastrophalen Jahr machte Mohr deutlich, wie schwierig der Weg zurück ist. „Ich hatte mir es eigentlich auch anders vorgestellt. Es ist ein bisschen ein Geduldsspiel geworden. Es gibt mehrere Faktoren, warum ich noch nicht höher gesprungen bin. Es fehlen noch Sicherheit und das Gefühl für die Wettkämpfe“, sagte Mohr. Warum Mohr auch ohne Medaillenambitionen mitspringt? „Irgendwann muss man ja anfangen. Man braucht die Wettkämpfe, um die Sicherheit wiederzufinden. Da muss man durch. 5,80 Meter sind etwas unrealistisch, aber ich habe viel mehr drauf als 5,20 Meter. Über 5,50 Meter zu springen halte ich für möglich“, sagte Mohr.
Auch Esther Cremer ist nach Verletzung zurück. Die 400-Meter-Läuferin geht in der Halle auf den 200 Metern an den Start. Ganz die Alte ist Cremer noch nicht: „Ich konnte nicht da weitermachen, wo ich aufgehört hatte."

"Oldie" Alex Kosenkow fällt aus
Um eine Medaille will Denise Krebs mitrennen. Vierte ist sie momentan – will das aber nicht bleiben. „Vierte zu werden, wäre doof, wobei man sagen muss, dass die ersten beiden wohl fehlen. Ich wünsche mir ein schnelles Rennen, aber keiner wird es wohl schnell machen“, sagte Krebs.
Altmeister Alexander Kosenkow fällt mit Achillessehnenproblemen aus. „Wir sehen ihn hoffentlich im Sommer bei der Ausscheidung zu den Olympischen Spielen“, sagte Huke.
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