SG Wattenscheid 09 im DFB-Pokal: Trainer Farat Toku erlaubt Träume

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Die Elf um Kapitän Nico Buckmaier (Mitte) hat morgen gegen Zweitligist Heidenheim nichts zu verlieren. Gegen Schalke gelang dem Wattenscheider Eigengewächs vor einer Woche ein sehenswerter Treffer. Foto: Peter Mohr

Mit Pokalsensationen kennt sich die SGW aus. Vor zwanzig Jahren gab es eine solche im Lohrheidestadion. Am Sonntag darf die Toku-Truppe um 18.30 Uhr wieder auf der großen DFB-Pokalbühne antreten - gegen Zweitligist 1FC Heidenheim.



Trainer Farat Toku ist ein wenig hin- und hergerissen zwischen Euphorie und Warnung vor zu großen Erwartungen. „Wir haben uns durch die tolle Leistung in der letzten Saison dieses Spiel verdient“, so der Trainer, der den Gegner persönlich in Augenschein genommen hat - beim 1:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue. „Die haben einen Etat, der mit dem des VfL Bochum vergleichbar ist. Das sollte man nicht vergessen“, so der 36-Jährige.
Er schätzt Heidenheim als eine physisch äußerst starke Mannschaft ein, die große Stärken bei ihren Standardsituationen hat. Der Gast tue sich allerdings etwas schwer, wenn er selbst das Spiel machen müsse.
Und dieser Kelch wird Sonntag am 1FC Heidenheim nicht vorbei gehen, denn bei aller Euphorie wird Toku seine Mannschaft nicht ins offene Messer laufen lassen.
In dieser Woche habe er im Training gespürt, dass alle Akteure 110 Prozent gegeben haben und „richtig heiß“ sind. Bis auf Maximilian Wagener (Aufbautraining) stehen alle Spieler zur Verfügung. Eventuell kommt sogar Matthias Tietz nach seinem im Spiel gegen den BVB erlittenen Mittelhandbruch zum Einsatz - mit einer eigens angefertigten Carbonschiene.
„Das werde ich aber ganz kurzfristig entscheiden“, so Toku, der auf keinen Fall mit Tietz ein Risiko eingehen möchte.


110 Prozent abrufen
Große personelle Veränderungen sind in der Startformation nicht zu erwarten. Und einen expliziten Wunsch hat Toku: Heidenheim sollte sich nach dem Spiel auf jeden Fall an die Lohrheide erinnern. Im Klartetxt: Er will das seine Mannschaft morgen 110 Prozent abliefert und sich so teuer wie möglich auf der großen Fußballbühne verkauft. „Träume sind erlaubt. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich kein Träumer bin“, meinte Toku leicht rätselhaft.

Sensation vor 20 Jahren
Auf den Tag genau elf Jahre liegt am Samstag der letzte DFB-Pokalauftritt der 09er zurück. Am 20. August 2005 unterlag man Werder Bremen 1:3 und hatte dem damaligen Top-Team eine Stunde lang ein 0:0 abgetrotzt, ehe Ivan Klasnic die Werder-Führung gelang.
Und ältere SGW-Anhänger werden wohl den 11. August 1996 nie vergessen, als die SGW als Regionalligist den damaligen Europapokalsieger Borussia Dortmund vor knapp 10000 Zuschauern mit 4:3 (nach Verlängerung) besiegte. Hilko Ristau, Sergej Dikhtiar, Olaf Skok und Siegtorschütze Frank Bläker trafen damals ins Schwarze.
Nur Erinnerungen, aber wie sagte Farat Toku: Träume sind erlaubt.
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