SGW: Nach Niederlage in Aachen auf Abstiegsrang

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Die SGW gerät mehr und mehr ins Straucheln. Burak Kaplan (rechts) handelte sich in Aachen die zehnte gelbe Karte ein und wird am Freitag im Derby fehlen. FOTO: Peter Mohr
Nach der 0:3-Niederlage am Samstag auf dem Aachener Tivoli ist die SG Wattenscheid 09 vor dem Lokalderby am Freitag gegen die U23 des VfL Bochum auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Personell sieht es schon jetzt mehr als düster aus. In der Winterpause dürfte Handlungsbedarf bestehen.

Die Sorgen sind vor dem Lokalkampf zum Jahresabschluss nicht geringer geworden, da sich Burak Kaplan in Aachen (nach einer völlig unnötigen Rangelei) seine zehnte gelbe Karte eingehandelt hat und nun bereits zum zweiten Mal pausieren muss. Ob Felix Clever oder Benjamin Jacobs bis zum Derby am Freitag in der Lohrheide wieder fit sind, steht noch in den Sternen. Fatlum Zaskoku spielt keine Rolle mehr in den Planungen. Überdies ist auch der Einsatz von „Adi“ Schneider gefährdet, der sich in Aachen in der Schlussphase das Knie verdreht hat und ausgewechselt werden musste. Noch liegt keine verlässliche Diagnose vor.

Fallen auch Schneider und Mohammad aus?
Ein gesunder Felix Clever würde der Hintermannschaft der SGW in jedem Fall gut tun, denn nach starkem Beginn mit zwei vielversprechenden Aktionen von Jules Schwadorf halfen die Wattenscheider bei der Aachener Führung nach einer guten halben Stunde kräftig mit. Felix Stahmer hatte nach einem weiten Flankenball die Orientierung verloren, so dass Graudenz vom Elfmeterpunkt nahezu ungehindert einschießen konnte.
Nur zwei Minuten später hatte der nach seiner Gelbsperre ins Team zurück gekehrte und sehr agile Eren Taskin den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss ging wenige Zentimeter am Kasten vorbei. Zudem scheiterte Lukas Oppermann am Aluminium. Kurz vor dem Gang zum Pausentee parierte 09-Schlussmann Tim Boss noch einmal glänzend gegen Torschütze Graudenz, der Aachens auffälligster Akteur während des gesamten Spiels war.
Nach dem Seitenwechsel brachte 09-Coach Christoph Klöpper Ridvan Avci für Felix Stahmer (Lucas Oppermann rückte nach hinten links) und wollte damit das Offensivspiel forcieren. Doch die Wirkung blieb überschaubar. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Hausherren vor 7000 Zuschauern das Kommando, und dennoch war das Zustandekommen des zweiten Aachener Treffers aus 09-Sicht mehr als ärgerlich. Aus einer schwach geschossenen Ecke von Burak Kaplan und einem weiten Abwurf von Alemannia-Keeper Löhe fuhren die Hausherren einen Konter, den wieder Graudenz in der 67. Minute erfolgreich abschloss. Vier Minuten später brachte „Nec“ Mohammad, der später wegen muskulärer Probleme ebenfalls vorzeitig das Feld räumen musste, Behrens im Strafraum zu Fall, und Ex-09er Tim Jerat besorgte vom „Punkt“ den Endstand.
„Manche Dinge wiederholen sich“, resümierte der enttäuschte 09-Coach Christoph Klöpper und spielte damit auf die bittere Niederlage bei RW Essen an. Auch da war seine Mannschaft in der Schlussphase in sich zusammen gefallen. Jetzt heißt es noch einmal, alle Kräfte und alle Spieler zu mobilisieren für den kommenden Freitag. Um Wunden zu heilen und ein wenig Kräfte zu tanken, hat Klöpper seinen Schützlingen für Sonntag und Montag frei gegeben.


Boss, Schmitt, Mohammad (78. Saka), Schneider (78. Tumbul), Tobor, Stahmer (46. Avci), Grummel, Kaplan, Oppermann, Taskin, Schwadorf.

Gelb: Schwadorf (45.), Kaplan (58.) , Grummel (68.)
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