SGW: Schütteln und weiter machen

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Nachwuchsspieler Haymenn Traoré (links) ist eine der großen Entdeckungen der noch jungen Saison. Foto: Peter Mohr
Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt den Regionalligakickern der SGW nach dem 0:1 im Nachholspiel gegen Köln nicht. Am Samstag kommt der Tabellensechste SC Wiedenbrück (Anstoß: 14 Uhr) zum Verfolgerduell ins Lohrheidestadion.

Einmal kräftig schütteln und weiter machen - so lautet die Devise von SGW-Trainer Farat Toku vor der mit dem Heimspiel gegen Wiedenbrück zu Ende gehenden englischen Woche.
„In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft eine gute Partie abgeliefert. Da haben wir es verpasst, in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr die klaren Torchancen, weil der letzte Ball oder die letzte Aktion nicht gelang. Hier haben einige Spieler auch ab und an die falschen Entscheidungen getroffen, aber das muss man auch einmal akzeptieren", so Toku, der - wie die meisten der 600 Besucher am Mittwoch - ein wenig mit Schiedsrichter Visse haderte. Acht Minuten vor dem Ende hatte der Unparteiische der SGW nach einem klaren Handspiel einen Strafstoß verweigert.

Dass die SGW am Ende gegen die Domstädter nach 95 Minuten mit leeren Händen da stand, lag aber keineswegs nur am Schiedsrichter. Die Fehlpassquote im 09-Spiel war erschreckend hoch, einige Akteure wirken bei allem Eifer überspielt und nicht voll konzentriert, und auch die Standardsituationen brachten diesmal nicht die übliche Gefahr.
Am Samstag treffen Buckmaier und Co auf eine sehr gut gestartete und eingespielte Mannschaft aus Ostwestfalen, die sich trotz der Abgänge ihrer Leistungsträger Massih Wassey (BVB II) und Kamil Bednarski (RW Essen) im oberen Drittel etablieren konnte. Deren Trainer "Ali" Beckstede hat 09 mehrmals selbst beobachtet - zuletzt beim 5:0-Heimsieg gegen Oberhausen.
Bleibt zu hoffen, dass angeschlagene Akteure wie Angelo Langer und Daniel Keita-Ruel, der am Mittwoch seinen 27. Geburtstag feierte, ihre Blessuren bis zum Anpfiff gegen Wiedenbrück irgendwie auskuriert bekommen. Der Kräfteverschleiß macht sich angesichts des laufintensiven 09-Spiels schon deutlich bemerkbar.

Und die Niederlage war am Mittwoch nicht die einzige schlechte Nachricht. Beim MRT bestätigte sich die erste Diagnose. Neuzugang Fabio Dias hat einen Kreuzbandriss erlitten und wird am Freitag operiert. Jetzt wird Farat Toku - angesichts des dünnen Kaders - noch einmal das Netz auf dem Spielermarkt auswerfen müssen.
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