SGW: Torfestival – so darf es weiter gehen

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Neuzugang Manuel Glowacz (links) traf zweimal gegen FC Wegberg-Beeck. FOTO: Peter Mohr
Das erste Saisonheimspiel der SG Wattenscheid 09 wurde am Samstag zu einem wahren Freudenfest. Die Toku-Truppe besiegte den Aufsteiger FC Wegberg-Beeck mit 5:0 – und das mehr als verdient.

Trainer Farat Toku hatte nach dem Gladbach-Spiel ein wenig auf die Euphoriebremse getreten und meinte noch kurz vor der Partie: „Mit einem 1:0-Sieg bin ich schon zufrieden.“ Dass er nach den 90 Minuten gegen den hoffnungslos überforderten Neuling aus dem Kreis Heinsberg rundherum strahlte, versteht sich von selbst.
Und doch hielt der 35-Jährige verbal wieder den „Ball ganz flach“: „Die Jungs haben alles gegeben und sich viele gute Torchancen erspielt. Man darf diesen hohen Sieg aber nicht überbewerten. Es sind weitere drei Punkte gegen den Abstieg - nicht mehr und nicht weniger.“

Weiter ohne Clever
Der SGW-Coach hatte der gleichen Startelf vertraut wie am letzten Samstag in Mönchengladbach. Das heißt: Innenverteidiger Felix Clever wurde wegen noch nicht auskurierter muskulärer Probleme geschont und stand nicht im Kader.
Der Gast von der niederländischen Grenze lief mit seinem prominenten Last-Minute-Zugang Sahin Dagistan auf, der von Alemannia Aachen zurück gekehrt ist. Nur in den ersten zehn Minuten konnten die Gäste, die unerwartet früh attackierten, das Spiel offen halten. Nach einem Kaplan-Zuspiel wurde Güngör Kaya in der 12. Minute im Strafraum zu Fall gebracht, und Schiedsrichter Hüwe zeigte sofort auf den Punkt. Manuel Glowacz verwandelte sicher zur 09-Führung.
Der Ex-Siegener war es auch, der nach einer halben Stunde für die frühe Vorentscheidung sorgte – und das wieder mit einem ruhenden Ball. Aus knapp 20 Metern zirkelte er einen Freistoß (ähnlich wie beim Westfalenpokalspiel in Rothemühle) direkt in die Maschen. Im Anschluss drohten bei den Gästen alle Dämme zu brechen. Nur sechs Minuten später erzielte Heimkehrer Nico Buckmaier per Lupfer den dritten 09-Treffer – vorbereitet durch einen langen Pass von „Adi“ Schneider und Zuspiel von „Günni“ Kaya. Bis zum Pausentee blieben noch Großchancen von Kaya und Jan-Steffen Meier ungenutzt. „Es hätte auch 6:0 stehen können“, urteilte der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel, als sich die Akteure in die Kabinen bewegten.

Standing ovations für "Bucki"
Nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn ließ der enorm fleißige, aber bis dahin im Abschluss unglückliche Güngör Kaya den nächsten „Hochkaräter“ aus. Burak Kaplan verdiente sich in der 54. Minute wieder einen „Scorer“-Punkt als Vorbereiter. Exzellent servierte er das Leder auf Nico Buckmaier, der mit seinem zweiten Treffer (aus halbrechter Position ins lange Eck) ein prima Heimcomeback zeigte. Wenig später gab es vom Gros der 685 Besucher standing ovations bei Buckmaiers Auswechslung.
Der Schlusspunkt blieb dann doch „Günni“ Kaya vorbehalten, der zehn Minuten vor Schluss eine Flanke von „Chris“ Braun aus kurzer Entfernung einnickte. Am Ende waren die Gäste, die in der 70. Minute durch einen Walbaum-Freistoß ihre beste Möglichkeit hatten, mit diesem Resultat sogar noch gut bedient.
So darf es weiter gehen mit der SGW – am liebsten schon am Dienstag um 18.30 Uhr in Velbert beim Wiedersehen mit Ex-Trainer André Pawlak, Milko Trisic, Berkant Canbulut und „Nicki“ Andersen.

Sancaktar, Tobor, Klinger, Schneider, Braun, Mohammad (79. Haar), Meier, Kaplan (68. Kacinoglu), Glowacz, Buckmaier (59. Taskin), Kaya

1:0, 2:0 Glowacz (12./29.), 3:0, 4:0 Buckmaier (36./54.), 5:0 Kaya (80.),

Gelb: Mohammad (64.)
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