TV01-Athleten begeistern mit Gold und Weltrekord in Italien

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Julia Ritter (Mitte) verbesserte sich im letzten Versuch auf 17,24m und gewann damit das Finale im Kugelstoßen bei der U20-EM. Damit übertrifft sie ihre bisherige persönliche Bestleistung um über 50cm und führt die Weltbestenliste ihrer Altersklasse an. (Foto: TV 01)

Die U20-Europameisterschaft im italienischen Grosseto gestaltete sich aus Wattenscheider Sicht äußerst erfolgreich. Das große TV01-Wurftalent Julia Ritter präsentierte sich im Kugelstoßen auf einem hervorragenden Level und setzte sich mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 17,24 Metern im letzten Versuch gegen das starke Feld durch.

Damit stellte sie zudem eine neue Weltjahresbestleistung auf und beeindruckte mit großer Nervenstärke, nachdem sie im letzten Versuch von der Niederländerin Jorinde van Klinken auf Rang zwei verdrängt wurde und einige Tage zuvor im Diskuswerfen noch mit drei Fehlversuchen in der Qualifikation gescheitert war. „Es war einfach nur genial! Ich habe schon im ersten Versuch persönliche Bestleistung gestoßen und lag auf Rang eins. Dann hieß es sechs Versuche lang abwarten. Und dann stößt die Niederländerin weiter. Ich bin so glücklich, dass ich noch kontern konnte. Die Niederländerin hat danach zu mir gesagt, dass ich unglaublich bin. Aber das habe ich auch zu ihr gesagt. Sie ist Jahrgang 2000. Ich habe riesigen Respekt vor ihr“, kommentierte Ritter ihren Wettkampf. Auch ihre Teamkollegin Hanna Meinikmann erreichte ihr Ziel einer Finalplatzierung. Mit einer Weite von 15,40 Metern steigerte sie als Achte sogar ihre persönliche Bestleistung.
Eine bravouröse Leistung zeigte auch Top-Sprinterin Keshia Kwadwo als Zweite der 100-Meter-Konkurrenz und gewann damit ihre zweite internationale Medaille ihrer noch jungen Karriere. Trotz eines nicht optimalen Starts lief die Wattenscheiderin bei starkem Gegenwind in 11,75 noch auf Platz zwei vor. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Zwischenzeitlich lag ich im Rennen auf dem vierten Platz, zum Glück konnte ich noch aufholen und mir Silber sichern. Ich habe mir einfach etwas zu viel Druck gemacht und war am Start wie gelähmt, deshalb sage ich mir: Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, so Kwadwo nach ihrem 100-Meter-Rennen.
Allen Grund zur Freude hatte Kwadwo dann aber mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Im Vorlauf stürmte das Quartett mit Katrin Fehm (ESV Amberg), Keshia Kwadwo, Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) zu einem neuen U20-Weltrekord. In 43,27 Sekunden war die Staffel damit um zwei Hundertstelsekunden schneller als die Sprintstaffel der USA im Jahr 2006. Im Finale konnte das Quartett die herausragende Form aus dem Vorlauf dann noch einmal bestätigen. In 43,44 Sekunden sprinteten die Nachwuchs-Talente zur Goldmedaille und kürten ihre überragende Vorlauf-Leistung mit dem Europameister-Titel.
Tragisch verliefen die Europameisterschaften für den Wattenscheider 400-Meter-Läufer Florian Colon Marti. Nachdem das Quartett in der Besetzung Sanders, Colon Marti, Niedrig, Schlegel seinen Vorlauf gewonnen hatte und mit der zweitschnellsten Zeit ins Finale eingezogen war, standen die Vorzeichen gut. „Es lief wirklich super. Lorenz (Sanders) und ich sind wirklich einen guten Vorsprung rausgelaufen, den Justus (Niedrig) und Marvin (Schlegel) dann gut ins Ziel gebracht haben. Wir sind alle noch locker gelaufen, im Finale ist alles möglich“, äußerte sich Colon Marti zum Vorlauf. Im Finale passierte dann, womit im Vorfeld wohl niemand gerechnet hätte. Nach einem Gerangel während des zweiten Wechsels wurde die deutsche Staffel disqualifiziert und verspielte dadurch eine mögliche Medaille.
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