EselRock 2015 – Die Bands VIII: Blizzard – Harte Riffs und poppige Melodien. Ein Interview.

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EselRock 2015 im Heubergpark Wesel. Freitag 12.6./Samstag 13.6.2015
 
Blizzard: Samstag 13.6.15 15.05Uhr Sparkassen-Hauptbühne (Foto: Band Blizzard)
 
(Foto: Band Blizzard)
Wesel: Heubergpark |

Heute haben wir mit Blizzard gesprochen, die ein Heimspiel beim EselRock haben werden. Nachdem sie bereits schon einmal das Festival eröffnet haben, spielen sie dieses Jahr am Nachmittag auf der Sparkassen-Hauptbühne. Ein Gespräch über Festivals, EPs und natürlich Musik.

Hey Jungs. Erstmal vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, um mit mir zu reden. Also Euch dürften ja eigentlich gerade die jüngeren Rockmusik-Fans aus Wesel kennen. Aber stellt Euch doch mal kurz denjenigen vor, denen Ihr bisher noch – unverständlicher Weise – unbekannt seid.
Kristof: Hi, ich bin Kristof Krogoll, Gitarrist von Blizzard.
Ich bin seit dem Anfang der Band im Jahr 2010 dabei. Mit einer bereits erschienen EP und der nächsten, die momentan in der Mache ist, reisen wir seit ca. 2012 in aktueller Besetzung durch ganz Deutschland. Wir spielen einem Misch aus harten Gitarrenriffs und poppigen Mitsing-Refrains. Aber steht einfach pünktlich um 15 Uhr vor der Bühne und hört selber.
Dominik: Hi, ich bin Dominik Sabolovic, Schlagzeuger und Sänger bei Blizzard.
Ich bin außerdem seit zwei Jahren beim Eselrock-Team und freue mich deshalb umso mehr, dass ich mit meiner Band dabei sein kann.
Thomas: Hey, ich bin Thomas Becks, Gitarrist und Sänger der Band. Ich bin erst seit 2012 mit an Bord. Das Eselrock ist für mich immer was ganz besonderes! Die Stimmung vor und hinter der Bühne ist einfach immer ein Knaller!

Ihr macht ja doch schon eher klassischen Rock mit guten Heavy-Einflüssen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl – im positivem Sinne – Ihr habt da Vorbilder, die waren so richtig dick, da wart Ihr noch gar nicht auf diesem Planeten. Richtig?
Kristof: Ja, das stimmt schon, wir haben ja auch irgendwann mal als Hard-Rock Coverband angefangen, weil wir mit der Musik unserer Väter, wie z.B. Led Zeppelin oder Guns’n’Roses, groß geworden sind und sie natürlich auch lieben gelernt haben.
Unsere eigene Musik ist natürlich wesentlich poppiger und moderner, aber trotzdem haben wir niemals vergessen, wegen wem wir überhaupt angefangen haben Musik zu machen.
Dominik: Stimmt schon, aber mittlerweile haben wir uns doch weiterentwickelt, und ich wink jetzt mal mit dem Zaunpfahl: unsere kommende EP hält auf jeden Fall ein paar Überraschungen bereit.
Thomas: Ich glaube, wer uns schon kennt, dürfte von der kommenden EP trotzdem überrascht sein. Wir haben uns weiterentwickelt. Natürlich haben wir unsere Wurzeln dabei nicht vergessen, aber wir haben dabei auch ganz andere Elemente und Stilrichtungen mit in unsere Songs aufgenommen.

Die Stimme aus dem Hintergrund

Blizzard ist also eine Band, die auch für das ältere Rock'n'Roll-Semester geeignet ist?
Kristof: Auf jeden Fall! Das ein oder andere Gitarrenriff, wie man es noch aus den 70er- und 80er-Jahren kennt, findet auf jeden Fall Platz in unserer Musik.
Und 'nen Refrain mitgröhlen tut man nicht erst seit heute. (lacht)

Du bist ja zum einen der Mann an den Drums, übernimmst aber auch einen Großteil des Gesangs. Wie geht man damit um, hinten zu sitzen und dann doch irgendwie ja das Zentrum der Band zu sein? Fühlst Du Dich manchmal hinterm Schlagzeug eingesperrt und würdest am liebsten mit dem Mikro nach vorne rennen?
Dominik: Nein, ich fühle mich in meiner Position sehr wohl, und unter anderem übernimmt Thomas ja auch mittlerweile echt viel vom Gesang.

Und wie ist das für die drei vorne, wenn da die Stimme aus dem Hintergrund kommt?
Kristof: Wir haben halt die Aufgabe vorne ordentlich Show zu machen, weil Dominik ja hinter den Drums gefangen ist. Aber mittlerweile übernimmt Thomas auch einen riesigen Teil des Gesangs, sodass wir zusätzlich auch einen Lead-Sänger in der ersten Reihe haben.
Thomas: Ich wurde von meinen Gesangs-Fesseln befreit ...

Neue Songs im Gepäck

Momentan seid Ihr im Studio. Was wird anders als vorher? Darf man beim EselRock schon neue Stücke erwarten?
Kristof: Die Songs sind auf jeden Fall reifer als die Alten. Wir haben super viel Arbeit in die Arrangements gesteckt, um mit sehr vielen durchdachten Kleinigkeiten den Sound nach vorne zu bringen. Die Hooks sind wesentlich eingängiger als früher und der Sound ist moderner als auf der alten EP. Auf dem EselRock gibt’s auf jeden Fall was zu hören, schließlich wollen wir im August unsere Release-Party in Wesel feiern, und was gäbe es geileres, als das EselRock-Publikum auf unserer Party begrüßen zu dürfen.

Bleiben wir mal beim Festival. Dieses Jahr seid Ihr beim EselRock. Für Euch ist es das zweite Mal. Beim letzten Mal habt Ihr im Jahr 2013 den Opener gemacht. Dieses Jahr seid Ihr wieder auf der Hauptbühne, aber ein bisschen später. Seid Ihr froh darüber?

Kristof: Na klaro! 2013 war schon supergeil als Opener. Aber dieses Jahr noch zwei Slots später auf der Hauptbühne? Wir sind auf jeden Fall heiß wie Frittenfett und versprechen, dass wir uns alles abverlangen.

Ist das EselRock für Euch etwas Besonderes?
Kristof: Definitiv ... Wesel ist unsere Heimatstadt, an der hängt unser Herz.
Somit ist das EselRock eindeutig DAS Festival für uns.

Und Dominik, Du hast ja eine Doppelfunktion. Wie ist das? Stressig? Was Besonderes? Bist du doppelt nervös? Oder vielleicht sogar entspannter, weil Du einiges im Drumherum selbst in der Hand hast?
Dominik: Auf jeden Fall entspannter, so bleibt einiges an Stress mit der Orga im Vorfeld erspart.

Wart Ihr eigentlich schon mal vorher als Besucher beim EselRock? Eure Highlights?
Kristof: Seit der ersten Ausgabe jedes Jahr dabei. Mein persönliches Highlight waren damals die Ohrbooten. Müsste 2011 gewesen sein oder? Das war auf jeden Fall 'ne einzige Party!
Dominik: Auch ich hab kein einziges Festival verpasst.
Thomas: Ich war 2011 zum ersten Mal zusammen mit Kristof auf dem EselRock. Ohrbooten hat damals gut gefetzt! Aber auch Bakkushan im letzten Jahr war spitze.

Lieber unter freiem Himmel als in jeder Halle

Generell umsonst&draußen-Festivals, Eure Erfahrungen und Meinungen?
Kristof: Find' ich 'ne gute Sache. Solche Festivals bieten auch Musikfreunden die Möglichkeit ein Festival zu besuchen, die sonst vielleicht nicht die Kohle für die teuren Tickets haben. Das Publikum ist auf jeden Fall immer erste Sahne, und ich würde sowie so jedes Open Air, jeder Halle vorziehen. Ich liebe es einfach unter freiem Himmel zu spielen.
Dominik: Kristof sagt es. Ganz klar.

Was haltet Ihr denn vom EselRock? An dieser Stelle bist Du von der Frage ausgeschlossen, Dominik. Also, Kristof?
Kristof: Tja, was soll ich da groß sagen? Als Bollo uns die Zusage fürs Festival überbracht hat, hätte ich ihn beinahe mit Zunge geknutscht. (lacht) Reicht das?

Hm ... joa: Das reicht. Ich hätte es gern gesehen. Was würdet Ihr Euch für Euren Auftritt beim EselRock wünschen?
Kristof: Geiles Wetter, geile Leute und einfach 'ne richtig geile Zeit mit dem Publikum und den anderen Bands!
Dominik: Befreundete Bands wiedersehen, die wir seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben, gutes Wetter und ein kühles Bier nach einer geilen Show.
Thomas: Gutes Wetter ist für Festivals natürlich immer cool, aber wenn die Leute Bock auf Musik und Feiern haben ist auch Regen kein Hindernis. Mein Wunsch also: geile Partypeople, die Lust auf ein geiles Festival haben.

Und nun die Chance: Ihr habt die Möglichkeit, der ganzen Welt oder zumindest einem Teil – dem, der dieses Interview hier liest, mal das zu sagen, was Euch auf dem Herzen liegt. Zwei Sätze – ohne Zensur. Also fast ohne.
Kristof:Leute, kommt zum EselRock und feiert mit uns und den anderen Bands ein unvergessliches EselRock 2015! Aber tut uns einen Gefallen, übertreibt es mit dem Alkohol nicht. Voll wie ein Baggerloch kann man doch nicht wirklich das Festival und die Musik genießen.

Blizzard beim EselRock:
Samstag 13.6.15 15.05 Uhr Sparkassen-Hauptbühne


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