GlasBlasGesang zwischen harziger Anarchie und dräuender Niederrhein-Schwüle

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Die Herren spielen sich heiß! (Foto: IBo)
Dass hinterher gelobhudelt wird, ist eh klar. Das weiß auch Karl-Heinz Elmer! Aber was bleibt einem Besucher übrig, der niederrheinische Schwüle zwar blöd findet, sich aber im drückend heißen Zelt der Marienthaler Sommerabende trotzdem bestens amüsierte?

Lobhudeln wir also munter drauflos: Das GlasBlasSing-Quintett kommt zwar nicht aus Berlin (wie es allen Presseankündigungen immer heißt). Aber gerade die Tatsache, dass die fünf Typen aus dem Harz stammen und munter mit ihrer Herkunft kokettieren, macht ihre Show sehens- und hörenswert.

Die Wortspielchen (die den Harzer deutlich vom Sachsen unterscheiden) kommen gar köstlich rüber: Die Eisgeschmacksrichtung "Pförsisch-Körsch" ist ja hierzulande weniger geläufig. Trotzdem grölt die Gemeinde mit, als das Quintett sich in einem Lied mit Worttafeln durch seinen Heimatdialekt blättert.

Doch GlasBlasSing, das ist vor allem In-die-Flaschen-pusten! Hörenswerte Eigenkompositionen mit witzigen Texten wechseln sich ab mit Covern berühmter Evergreens (Bohemian Rapsody, Popkorn, „Mission impossible“, „My Sharona“) und alles lippengeblasen und fingergeplöppt als Liedgut auf Leergut.

Gesang, Schlagwerk, percussionsschwangere Getränkekästen, Drucksprühbehälter, eine Ukulele und eine zur E-Gitarre umgebaute Plastikflasche komplettieren das rhythmisch-harmonische Sounderlebnis.

Dazwischen frotzeln Endie (blaues Hemd), Fritze (grün), Frank (orange), Möhre (rot) und Peter (rosa) munter miteinander und mit dem Publikum. Dem gefiel's, dem Verfasser dieser Zeilen auch. Lobhudelei zuende.

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