Kein Aufatmen bei der Burghofbühne - Jamaika drückt sich vor Entscheidung

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Wesel: Kreishaus |

In der Kreistagssitzung haben CDU, FDP/VWG und Grüne den Vorschlag der Verwaltung zur Finanzierung der Burghofbühne von der Tagesordnung nehmen lassen. Einen eigenen Vorschlag lieferte das sogenannte Jamaika-Bündnis nicht. Damit bleibt die Zukunft der Burghofbühne weiter ungewiss.


„Die Kreistagsmehrheit drückt sich vor der Verantwortung“ urteilt Sascha H. Wagner, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag. „Sie verhindern eine Lösung, ohne selbst Alternativen anzubieten. Am Ende geht die Burghofbühne pleite und keiner will’s gewesen sein.“

Derzeit geht es nur noch um 2000 bis 3000 Euro jährlich für die normalen tariflichen Lohnsteigerungen der Bühnenbeschäftigten. Vorgeschlagen war, diese anteilig auf den Kreis Wesel, die Stadt Dinslaken und das Land NRW zu verteilen. Bisher hatte der Kreis Wesel weit mehr, nämlich 75% dieser Kostensteigerungen übernommen.

Doch die Vertreter von CDU, FDP/VWG und Grünen bleiben hart und verweigern jegliche Beteiligung des Kreises. Weil der Kreis Wesel für eine Änderung der Burghofbühnensatzung die Zustimmung der anderen Mitglieder, der Stadt Dinslaken und dem Land NRW, braucht, steht damit der mühsam ausgehandelte Kompromiss zum Erhalt des Landestheaters insgesamt in Frage.

Die Burghofbühne, die in den bisherigen Verhandlungen bereits ans Limit der möglichen Sparanstrengungen gegangen war, könnte eine weitere Belastung nach eigenem Bekunden nicht auf Dauer überstehen.
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