Lions-Club Wesel freut sich über Spende von Marlies Hochgürtel: ein Bild von Ernst Bosch

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(Foto: privat)

Für eine Kunstmesse in Bislich, deren Erlöse caritativen Zwecken zugeführt werden sollte, spendete Marlies Hochgürtel dem Lions-Club ein Gemälde aus ihrem Familienbesitz.

Das Gemälde wurde nicht verkauft. Das Club-Mitglied Dr. Wilhelm Busch unterzog das Gemälde einer näheren Betrachtung und stellte fest, dass es vom renommierten Maler Ernst Bosch stammte. Dieser hat Kindheit und Jugendjahre in Wesel verbracht. Wesel betrachtete er als seine Heimatstadt. Der Lions-Club hat sich daraufhin entschieden, das Gemälde der Stadt Wesel zu übergeben.

Ernst Bosch kam als einjähriges Kind mit seiner Familie von Krefeld nach Wesel. Sein Vater arbeitete als handwerklicher Litograph bei der Weseler Druckerei und Verlagsbuch-handlung August Bagel. Bis zum 17.Lebensjahr und dem Eintritt in die Düsseldorfer Kunstakademie lebte Ernst Bosch in Wesel. Bereits als Sechsjähriger wurde er in die Zeichenschule des Porträtmalers Wilhelm Tetsch aufgenommen.

Bosch besuchte nach der sogenannten „Elementarschule“ das Königliche Gymnasium in der Pergamentstraße. Zunehmend gewinnt für Bosch die künstlerische Betätigung an Bedeutung. Er verlässt das Gymnasium vor dem Abitur und besucht die Düsseldorfer Kunstakademie. Nach Abschluss des Studiums wird er Mitglied des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe, des Kunstvereins sowie des Künstlervereins Malkasten. 1861 heiratet er Bertha Havenith, eine Stieftochter seines früheren Lehrers Josef Schex, Schwester des Malers Hugo Havenith sowie Schwägerin des Malers Karl Litschauer, und lässt sich in Düsseldorf nieder.

Als Gymnasialschüler und später als Privatschüler von Josef Schex widmete sich Bosch Zeichnungen, unter anderem Illustrationen zu J. F. Coopers „Lederstrumpf“. Er malte Bildnisse seiner Brüder, Verwandter und Freunde. Im Verlauf des Studiums, um 1853/54, entstanden die kleineren Ölbilder „Inneres von St. Martin in Bilk“ und „Keller der alten Kunstakademie“, die sich heute im Düsseldorfer Stadtmuseum befinden. Im Laufe der Jahre entstanden viele Gemälde, vor allem mit Themen aus dem bürgerlichen und ländlichen Leben.

Das Gemälde mit dem Titel „Reiter in Landschaft bei Düsseldorf“ befand sich im Besitz der Familie Hochgürtel. Es handelt sich um eine Szene in der Landschaft, jedoch zugleich um ein Portrait, das Prestige einfordert. Der Reiter ist sehr präsent und hat Blickkontakt mit dem Betrachter des Gemäldes. Es handelt sich um Adam Eckhardt, Industrieller aus Düsseldorf und Schwager des Malers.
Die Örtlichkeit der Szene dürfte Düsseldorf-Grafenberg sein, heute bekannt durch seine Pferderennbahn. Das Gemälde wurde restauriert von der Michael u. Silvia Schulz Stiftung Wesel.
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