Positive Bilanz nach zwei Jahren in der Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde

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Pfarrer Albrecht Holthuis war 2015-2016 als Vorsitzender des Prebyteriums der Ev. Kirchengemeinde Wesel tätig.

Nach zwei Jahren Tätigkeit als Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeine Wesel mit seinen 14000 Gemeindegliedern bilanzierte und kommentierte Pfarrer Albrecht Holthuis bei der letzten Versammlung des kirchlichen Leitungsgremiums die wesentlichen Entwicklungen in der Gemeinde

Er verwies zunächst auf Veranstaltungen, die die Kirchengemeinde im Rahmen des 775-jährigen Stadtjubiläums bzw. im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Friedenskirche durchgeführt hatte.
Er vertrat die Meinung, dass es der Kirchengemeinde gelungen sei, sich „auf eine sehr würdige und passable Art und Weise an diesem Jubiläum beteiligt“ zu haben. Er nannte dabei den beeindruckend gestalteten Ökumenischer Gottesdienst auf dem Markt an Pfingstmontag mit anschließendem Beisammensein sowie den erstmalig durchgeführten Open-Air-Gottesdienst im Arboretum Grenzenlust als „Tag der Schöpfung“. Auch die Veranstaltung in der Innenstadt unter dem Motto „Zusammen.Kommen.Tafeln“ habe dem Weseler Stadtjubiläum einen wichtigen christlichen Akzent gegeben. So sei das „altehrwürdige ‚vesalia hospitalis‘ ausgepackt und gelebt worden.“ Ebenso bedankte er sich bei denjenigen, die ein so umfangreiches und buntes Programm im Zusammenhang des Jubiläums der Friedenskirche zusammengestellt hatten. Solche Veranstaltungen dienten nicht der „Selbstbeweihräucherung“ sondern der Gemeinschaftsbildung, also dem „Zusammenführen von gleichgesinnten Menschen im Geiste Jesu Christi zu Musik, Gottesdienst und Feier,“ betonte Holthuis.

Die „diakonische Hilfe“ sei weiterhin auch nach dem Höhepunkt des Zustroms von Flüchtlingen ein zentrales Aufgabengebiet für die Gemeinde, meinte Holthuis. Hilfe werde an vielen Stellen in der Gemeinde organisiert und tagtäglich geleistet. Man habe Räume zur Verfügung gestellt, ein Dach über den Kopf und stehe Seite an Seite mit denjenigen, die für Flüchtlinge und andere hilfsbedürftige Menschen tätig sind. Als Beispiel nannte Holthuis, den engen Kontakt mit dem Friedensdorf Oberhausen, den man z.B. mit Besuchen von Konfirmanden oder Spendengeldern aus dem Kirchencafé Lauerhaas pflege.

Vor allem bedankte sich Holthuis bei den Presbyterinnen und Presbytern, deren Engagement so großzügig und umfangreich sei. Er nannte sie „Glücksfälle“ der Gemeinde. Denn es habe sich bei der letzten Presbyteriumswahl im Februar gezeigt, wie schwer es sei, für dieses anspruchsvolle Amt Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Weiterhin bedankte er sich bei allen Mitarbeiterinnen im Gemeindeamt und der Verwaltung für die intensive Unterstützung.

Pfarrer Holthuis verwies auf die derzeit zufriedenstellende finanzielle Situation der Gemeinde: „Wir haben Gott sei Dank in dieser Hinsicht Handlungsspielräume, die andere nicht haben. Wir können noch investieren in unsere Gebäude. Wir sind noch dazu in der Lage und es ist auch unbedingt erforderlich – mit Augenmaß natürlich,“ sagte er. Das Lutherhaus stehe nun als großes Projekt im kommenden Jahr an. Er hoffe, dass die Gemeinde dieses zum Wohl aller, die darin arbeiten, einkehren und davon profitieren, realisieren könne. Schließlich verwies er noch auf das neue Gottesdienst-Modell „Spätschicht“, das nun unmittelbar starten werde. Es sei ein positives Signal gegen manchen “Trend zum Pessimismus und Fatalismus in der Kirche“.

Dem „neuen Kapitän“ auf dem Gemeindeschiff, Pfarrer Dr. Christoph Kock, der ab 1. Januar 2017 das Amt des Vorsitzenden ausübt, wünschte er gutes Gelingen beim Kurs halten.
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