Projektchor berichtet am Dienstag, 20. Oktober, über seine beeindruckende Reise nach Namibia

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Am 15. August machte sich der Projektchor Namibia auf den Weg zu den Partnerschafts-Gemeinden. Alle 22 Mitreisenden waren sehr gespannt auf das, was sie im Kirchenkreis Otjiwarongo erwartete.

"Auf unserer Reise wurde uns immer wieder bewußt, dass der Begriff Armut viele Facetten hat. Wir konnten viele verschiedene Gesichter von Armut sehen1", erzählt Teilnehmerin Anja Neuhaus.

Die Schulkinder in Namibia leben oft zu weit entfernt von der nächsten Schule. Daher wohnen sie während der Schulzeit in Hostels und werden dort von den drei bis vier Schwestern beaufsichtigt. Zur Zeit arbeiten die beiden Freiwilligen Jenny Trapp aus Wesel und Lea Lindemeier aus Ibbenbürren in den beiden besuchten Hostels.

Das Hostel in Otjiwarongo war von außen in einem recht guten Zustand , dort leben 85 Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren. Das Hostel in Fransfontain ist kleiner, aber in einem baulich viel schlechteren Zustand. Auf den zweiten Blick wurden jedoch die Probleme beider Hostels deutlich: Die Kinder haben Matratzen in einem sehr schlechten Zustand. Es handelt sich um einfache Schaumstoffmatratzen, die durchgelegen und kaputt sind.

Ein weiteres Problem ist, dass es eine hohe Anzahl an Bettnässern unter den Erst-und Zweitklässlern gibt und die Matratzen keinen wasserfesten Überzug haben. Die Kosten für eine neue Matratze inklusive wasserfestem Überzug belaufen sich auf rund 85 Euro.

In den Gesprächen mit den Schwestern stellte sich heraus, dass sie sich große Sorgen um die hygienische Situation ihrer Kinder machten. Es gibt keine Zahnbürsten, keine Seife, keine Zahnpasta, keine Handtücher, kein Verbandsmaterial, keine Binden, Taschentücher etc.

Anja Neuhaus: "Diese Erlebnisse haben uns stark beeindruckt, so dass wir uns nach unserer Rückkehr spontan entschlossen, eine Spendenaktion zu starten.
Innerhalb von nur zwei Wochen ist es gelungen zwei Transporte mit jeweils 25 Kisten mit Hygieneartikeln , Handtüchern und Spielsachen für die Hostels und einen Kindergarten zusammenzustellen und knapp die Hälfte der schlechtesten Matratzen auszutauschen.

Die Spendenbereitschaft war riesig und wir erlebten sehr deutlich, dass es auch in schwierigen Zeiten viele Menschen gibt, die den Blick auf andere nicht verlieren. Es wurde sehr schnell und effektiv gehandelt, so dass wir, dank der vielen Spenden, vor Ort zielgerichtet Soforthilfe leisten können. Wir sagen aus tiefstem Herzen DANKE an alle Spender und Helfer!"

Wer mehr über die Arbeit des Partnerschaftskomitees erfahren möchte, kann sich gerne wenden an Anja@neuhaus-nrw.de oder die Homepage http://www1.ekir.de/pkomit/pk_start.html besuchen.

Am 20. Oktober um 19.30 Uhr findet ein Vortrag über die Reise des Projektchores im Haus am Dom statt. Der Eintritt ist frei.

(Fotos zum Beitrag: privat)
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