Rezension Theatertod von Thomas Schrage

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Thomas Schrage: Theatertod - Kriminalroman
Der Regieassistent Michael arbeitet im Kölner Schauspielhaus. Michael hat ein offenes Ohr für seine Kollegen. Doch ausgerechnet, als er sich einmal nicht die Zeit nimmt, einem seiner Kollegen ein offenes Ohr und seine Zeit zu widmen, wird eben dieser Kollege Peter tod aufgefunden. Selbstmord!
Zum einen plagen Michael Gewissensbisse, aber auch starke Zweifel, dass es sich nicht um Selbstmord handeln kann. Scheinbar ist für die Kollegen und auch die Polizei der Fall klar. Michael fängt an, selber zu recherchieren, die Kollegen zu befragen usw. Er geht Hinweisen nach, die sich als nichtig erweisen. Aber sein Gefühl treibt ihn an, weiterzumachen.

Dieser Krimi ist ein Mix aus RegionalKrimi, ein ungewohnter Blick hinter die Kulissen des Theaterlebens und Tiefgang. Es wird sehr anschaulich und auch unterhaltend dargestellt, wie z. B. das Theater-Gebäude aussieht und die Tagesabläufe am Theater sind. Das Theatermilieu wird sehr realistisch dargestellt, die Atmosphäre wird authentisch geschildert! Und hieran merkt man, dass der Autor Insider ist. Ungewohnt ist der raue Ton unter den Kollegen - den man selbst meist in dieser Form nicht kennt. Nicht zuletzt macht die Hauptfigur Michael eine realistische Entwicklung durch.

Erstlingswerk? Davon merkt man nichts, absolut gelungen, sehr flüssig geschrieben. Anfangs werden schon sehr viele Personen vorgestellt, da kann man den Überblick verlieren. Mir selber war der Krimi zum Schluss etwas zu langatmig, andererseits auch wiederum sehr realistisch, wenn man als Nichtkriminalist in so einen Fall hineinstolpert, seiner Arbeit nachgehen muss und nebenbei einen Fall klären möchte - und das natürlich nicht auf anhieb gelingt.

Der Link zur Autorenseite mit Leseprobe: http://www.thomas-schrage.de/Buch/
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2 Kommentare
Dirk Bohlen aus Wesel | 15.01.2015 | 13:03  
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Bettina Reddies aus Wesel | 16.01.2015 | 09:11  
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