Ein Jahr "Expertimente" in der Kita des evangelischen Familienzentrums an der Beguinenstrasse.

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Vor einigen Jahren rief die Weseler Demografische Gesellschaft e.V. (http://www.weseler-demografische-gesellschaft.de/)
das Projekt „Expertimente, Kleine lernen mit Großen“ ins Leben. In dem Einführungstext heißt es u.a. (Zitat): „Wir wollen helfen, die kindliche Neugier zu stärken, die Begeisterung für das Experimentieren zu wecken und die Freude an den Dingen der Natur, Technik, Sprache, Musik, Kunst oder Sport zu fördern. Unser Ziel ist die stärkere Einbindung des Experimentierens in die pädagogische Arbeit in Schulen und Kindestagesstätten. Wir wollen dazu interessierte Senior-Experten, Eltern und Großeltern gewinnen.“

"Expertimente" ist ein Kunstwort aus Experimente und Experte. Mit der praktischen Umsetzung wurde Frau Mainka vom Mehrgenerationenhaus Wesel beauftragt.

Das rief den Verfasser auf den Plan. Die Idee war nicht neu, darüber hatte er schon vor ca. 15 Jahren, noch während seiner Berufstätigkeit, nachgedacht.

Nach kurzer Zeit war der Erstkontakt zur Kita hergestellt, und im Herbst begann der Versuch mit einer Gruppe aus 6 Jungen. Begleitet wurde das ganze von der Erzieherin, Madeleine Schroer, die die Aktivitäten aus pädagogischer Sicht unterstützte.

Naturerscheinungen wie Luft, Wasser, Wärme, Optik, Schall und Elektrizität (natürlich aus Batterien) wurden durch einfache Experimenten mit Hilfe simpler Haushaltgeräte den Kindern verständlich gemacht. So reichten z. B. ein Glas Wasser und ein Bierdeckel, um den Einfluss des Luftdruckes nachzuweisen.

Die Jungen wurden in die Versuche einbezogen und sollten selbst herausfinden, warum etwas geschah wie es geschah.

Im Februar diesen Jahres wurde das Projekt von der Kitaleiterin, Frau Schut, der Presse vorgestellt. Der kleine Star auf dieser Vorstellung war die „laufende Bürste“, die der Verfasser als provisorisches Modell zusammengestellt hatte. Ein verbessertes Modell wurde dann im Laufe dieses Kurses von jedem Jungen mit Hilfe des Verfassers für sich zusammengebaut.

Der Beginn der Sommerferien war dann das Ende des Kurses, weil einige Teilhehmer eingeschult werden. Jeder Junge erhielt abschließend eine Urkunde, in der er zum "Mini-Naturforscher" ernannt wurde.

Aufgrund der Freude und Begeisterung der Teilnehmer war man sich einig, dass das Projekt nach den Ferien, dann aber mit einer reinen Mädchengruppe, weiter geführt wird.

Es ist zu wünschen, dass noch mehr Erfahrungsträger wie Groß-Väter oder Rentner, sich aufraffen werden, ihr Wissen auf diese Art und Weise an Jüngere weiter zu reichen.

Klaus Weil
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 06.08.2013 | 11:43  
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