Flüren - (m)ein Zuhause

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  Wesel: Flüren |

Ein ganz persönliches Filmporträt feierte Mittwoch in Wesel Premiere.

Was ist Heimat? Der Ort, an dem man geboren wurde? Oder der Ort, an dem man sich zu Hause fühlt? Für Martin Lambert, geboren und aufgewachsen in Mülheim a.d. Ruhr und bekennender Wahl-Weseler, ist die Frage ganz klar zu beantworten: „Der Ort, an dem ich mich zu Hause fühle: Flüren!“ Um auch anderen zeigen zu können, was denn gerade dieses Fleckchen Erde im Weseler Norden so lebens- und liebenswert macht, hat der 38-Jährige einen 15-minütigen Film mit dem bekennenden Titel „Wir leben gerne in Flüren! Momentaufnahmen von Martin Lambert“ gedreht, der am 07.Mai 2014 Premiere feierte. Wo? Selbstverständlich an Ort und Stelle in Flüren, genauer gesagt in der Gaststätte zum Goldenen Pflug am Marktplatz, direkt im Herzen des Stadtteils.

Ungefähr 50 Zuschauer füllten den Saal, um der ungewöhnlichen filmischen Spurensuche nachzugehen und sich anzusehen, wie diejenigen über den Weseler Stadtteil urteilen, die es wissen müssen: die Flürener selbst. Zu Anfang gab Martin Lambert eine kurze Einführung. „Die Idee zu dem Projekt entstand in Gesprächen mit Winnie Rüth, der bereits in zahlreichen Kurzfilmen seine Liebe zu Wesel zum Ausdruck gebracht und den Film gemeinsam mit mir produziert hat“. Flüren sei bislang noch nicht thematisiert worden, „und da ich mich hier wirklich sehr wohlfühle, wollte ich ein Zeichen setzen für meine neue Heimat!“

Natürlich habe er sich vorher viele Gedanken gemacht, welche Aspekte es darzustellen gilt in einem solchen Filmprojekt, „aber die Aufnahmen sind dann ganz spontan entstanden“, darauf legt Martin Lambert großen Wert. Auf der Straße angesprochen habe er seine Protagonisten auf seinen vielen Runden durch Flüren; die meisten seien sofort begeistert von der Projektidee gewesen und hätten spontan zugestimmt. Die filmische Umsetzung sei so fast schon zur Nebensache geraten. „Die meisten Flürener waren sehr offen mir gegenüber – fast so, als hätten wir gar keine Kamera dabei gehabt. Dafür gilt allen Teilnehmern mein ausdrücklicher Dank!“, resümiert Martin Lambert.

So hat sich Lambert auf den Weg gemacht und andere Einwohner und natürlich auch sich selbst gefragt, was denn so besonders ist an Flüren. Herausgekommen ist dabei ein persönliches Porträt des Stadtteils, das auch ein bisschen einer Liebeserklärung gleicht und die anwesenden Zuschauer emotional berührte. Denn die Flürener sind sich offensichtlich einig: Unser Stadtteil, der ist etwas Besonderes. Egal, ob die guten Spielmöglichkeiten für die Kleinen, die wohnortnahe Versorgung für alle Bedürfnisse des alltäglichen Lebens, die schöne niederrheinische Landschaft, funktionierende Nachbarschaften und Vereine, die es Neubürgern leicht machen, und vieles andere mehr. Flüren bekommt in den geführten persönlichen Gesprächen durchweg gute Noten.
Nachdem der Beifall abgeebbt war, blieb Zeit für ein Feedback. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert nach einem zweiten Teil mit noch mehr Informationen zum Dorf- und Vereinsleben. Der erste Teil solle unbedingt so bleiben mit seinen stimmungsvollen Bildern und der Wohlfühlatmosphäre. Ob man den Film denn auch weiterempfehlen dürfe?

Beide Filmemacher, Winnie Rüth und Martin Lambert, hatten diese Frage erwartet. Natürlich, das ist selbstverständlich erwünscht. Für diejenigen, die bei der Premiere nicht anwesend sein konnten, ist der Film ab sofort auch online verfügbar in der filmischen Sendereihe Dörfer am Niederrhein von Winnie Rüth unter http://www.wesel-lackhausen.de oder bei youtube unter: http://youtu.be/BE4yeMw--2I

Zur Person:
Martin Lambert (Jahrgang 1976) ist vor einigen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Isabel, einer gebürtigen Flürenerin, nach Wesel gezogen. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn. Beruflich ist Martin Lambert als Lehrer im Bereich Wirtschaft und Verwaltung am Berufskolleg Wesel tätig und engagiert sich zudem politisch in der CDU, für die er auch bei der Kommunalwahl in diesem Monat als Ratskandidat antritt.
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