Harald Winter regiert ab sofort die Obrighovener Schützen

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Es war ein langes Ringen mit dem Vogel, der partout nicht fallen wollte.
Da hatten es die drei Aspiranten Volker Beckmann (46) vom Reiterzug, Kevin Koch (22) vom Spielmannszug Obrighoven und Harald Winter (58) von der II. Kompanie ganz schön schwer, es war spannend und wurde immer spannender. Der Vogel hatte sich irgendwann auf der Schraube festgedreht. Die tolle Unterstützung der Kameraden und des Publikums war riesig, aber auch die angestimmten Gesänge für die Aspiranten halfen nicht viel.
So gut die Aspiranten auch schossen, der Holzvogel drehte sich in alle Richtungen, hielt sich aber tapfer, bis ihn die Kräfte verließen und er den Todeskampf um 17.14 Uhr mit dem 306. Schuss verlor und zu Boden fiel.

Den Königsschuss gab Harald Winter ab.


Der neue Schützenkönig in Obrighoven konnte es kaum glauben. Sein erster Gedanke galt seiner Ehefrau Gudrun (55), die nun für ein Jahr Königin sein würde. Neben dem Schützenverein gehört für den Glaswerker Fußball zu seinen Hobbies, sein Herz schlägt für den FC Bayern München. Gemeinsam mit seiner Frau, die Hauswirtschafterin bei der Diakonie ist, spielen die beiden alle vier Wochen Karten in äußerst geselliger Runde. Das Paar hat einen Sohn, der extra zum Schützenfest aus Riga angereist kam und eine Tochter, die im Haus der Eltern wohnt. Am 15. September feiert das Königspaar seinen 39. Hochzeitstag. Der König ist mit Leib und Seele Opa, sein Herz schlägt für seinen zweijährigen Enkel. Ende des Jahres erwartet das sympathische neue Königspaar das zweite Enkelchen.

Zum Throngefolge wurden folgende Paare erwählt: Thomas Winter mit Martina Winter, Frank Gockel mit Claudia Gockel, Olaf Schmitz mit Birgit Schmitz, Jörg vom Walde mit Karin Bovenkerk, Guido Welsing mit Melanie Oltmanns, Andre Neuenhaus mit Susanne Achenbach, Rainer Jansen mit Ulrike Rittenauer und Oliver Böhmer mit Ina Mörsch.

Beim Preisschießen holte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Frau einen Preis. Barbara Giesen vom Spielmannszug holte den rechten Flügel, Bodo Immig vom Spielmannszug holte den Kopf, Michael Hergaden aus der II. Kompanie holte den Reichsapfel, René Bühring aus der I. Kompanie holte das Zepter, Klaus Waschkowski sen. Aus der II. Kompanie holte den linken Flügel.
Der Pechvogelpreis erhielt Volker Beckmann.
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