Forschen in der Nanotechnologie: Aus dem 15-wöchigen Euregio-Projekt der AVGler

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Nanotechnologie zum Anfassen und Begreifen – Unter diesem Motto stand der gestrige Projektabschluss des Euregio-Projektes am Andreas-Vesalius-Gymnasium. 40 deutsche und 50 niederländische Schülerinnen und Schüler haben 15 Wochen lang gemeinsam geforscht und gearbeitet. Das diesjährige Unterrichtsthema des in der Junior-Ingenieur-Akademie am AVG angesiedelte Projektes war Nanotechnologie.

Die Schülerinnen und Schüler hatten den Auftrag, eine Experimentierbox zu entwickeln, die Schülern im Alter von 8-12 Jahren das Thema Nanotechnologie nahe bringen soll. Dabei mussten sie Experimente recherchieren, optimieren und haben teilweise sehr kreative neue Experimente entwickelt. Zu den Versuchen sollte ebenfalls eine Handreichung für den Lehrer, weiteres Arbeitsmaterial und eine für die Jung-Forscher passende Arbeitsanleitung vorhanden sein.

„Ich bin fasziniert davon, welche kreativen Idee unsere Schüler entwickelt haben. Sie haben nicht nur die Standardexperimente aus dem Internet umgesetzt, sondern sich auch weitere kreative und simple Versuche überlegt und sogar Nano-Spiele entworfen“ berichtet Christian Karus, verantwortlicher Lehrer für das Projekt am AVG.

An insgesamt 19 Infotischen stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Experimente vor, hatten Plakate gestaltet und Präsentationen und einfache Brettspiele entworfen. Die Experimente reichten von selbst hergestellter Sonnencreme, mit der der UV-Schutz durch die in der Creme enthaltenen Nanopartikel demonstriert wurde, über einen Bauschaumballon, über den das Wasser abperlt bis hin zu „Magic Sand“, der wasserabweisend ist.

Das diesjährige Projekt ist das sechste dieser Art, das mit der niederländischen Partnerschule, dem Candea College in Duiven, durchgeführt wird. „Eine besondere Herausforderung ist für die Schüler die Kommunikation untereinander. Aufgrund der Entfernung haben wir uns während der 15 Wochen insgesamt dreimal getroffen und gemeinsam gearbeitet, den Rest mussten die Schüler über Facebook, Whatsapp oder Skype organisieren“, so Christian Karus.

Alle 19 Teams haben dann bei einem Jury-Rundgang ihre Experimentierboxen vorstellen müssen und sich einer kritischen Bewertung unterziehen müssen. Bewertet wurden z.B. die Art der Präsentation, der Aufbau des Infostandes, die Qualität der Materialien und ob das Experiment von jüngeren Schülern gut durchzuführen ist.

Am Ende des Präsentationsabends wurde dann die beste Schülergruppe geehrt. Die Boxen sollen nun von den Schülerinnen und Schülern in Details optimiert werden, bevor die Boxen in den MINT-Klassen am AVG und bei Grundschulforschertagen genutzt werden. Für das nächste Jahr laufen bereits die ersten Überlegungen für eine Fortsetzung des grenzüberschreitenden Projektes.

(Fotos zum Beitrag: privat)
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