Greenpeace Niederrhein beteiligte sich an der ASG-Frühjahrsputzaktion

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Copyright: Greenpeace Niederrhein
 
Copyright: Greenpeace Niederrhein

Fleissig haben Ehrenamtliche von Greenpeace Niederrhein heute am Rheinufer in Wesel unter dem Motto „Wesel räumt auf“ viel Müll eingesammelt.

Überwiegend haben wir Plastikmüll vorgefunden. Autoreifen, Plastikgabeln, Kinderspielzeug waren dabei, aber auch etliche Fischernetze und Müll der als Abfall vom Schiffsverkehr über Bord ging und ans Ufer gespült wurde.

Mit dieser Aktion wollen wir zusammen mit vielen andern unsere Stadt etwas sauberer machen, aber auch auf ein globales Umweltproblem aufmerksam machen: Plastikmüll bedroht unsere Ozeane.

Die Industrie stellt jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik her. Häufig sind es Produkte, die weniger als fünf Minuten benutzt werden, wie z.B. To-Go-Becher, Plastiktüten, PET-Flaschen und Verpackungen aller Art. Leider gelangen sie nicht immer in den dafür vorgesehenen Müll, sondern werden unachtsam und rücksichtslos weggeworfen und liegengelassen. Vom Land wird der Müll in die Flüsse geweht und so gelangen jährlich mehrere Millionen Tonnen Plastik letztendlich im Meer. Die Zersetzung dieser Abfälle kann bis zu 450 Jahre dauern. Eine robuste Plastikflasche z.B. benötigt schätzungsweise 400 Jahre bis sie abgebaut ist.
Beim Abbauvorgang wird der Müll in immer kleinere Teilchen zersetzt, das sogenannte sekundäre Mikroplastik

Schädlich für Mensch und Tier

Egal ob größerer Müll oder Mikroplastik, unser Zivilisationsmüll ist ein Desaster für die Tiere die im und am Meer leben. So kommt es immer häufiger vor, dass Meerestiere und Seevögel einen qualvollen Tod finden. Sie verfangen sich in Sixpack-Ringen oder Plastikschnüren, oder verwechseln den Müll mit ihrer ursprünglichen Nahrung. Das unverdauliche Material führt zu Verletzungen, der Magen ist voll mit Kunststoff anstatt mit den nötigen Nährstoffen.
Schmerzlich sichtbar wird die Plastikvermüllung auch im kleinsten Naturschutzgebiet Deutschlands: Die Nester der brütenden Vögel am Lummenfelsen auf Helgoland bestehen inzwischen größtenteils aus Plastikabfall.

Der Kreislauf ist noch fataler: Nicht nur für zahlreiche Tierarten ist Plastikmüll gefährlich, sondern die Kunststoffpartikel landen auch auf unseren Tellern.
Studien haben in Muscheln, Garnelen und Fischen bereits Mikroplastik nachgewiesen. Bereits das Plankton, das die Tiere fressen, ist mit dem bedenklichen Kunststoff belastet. Wenn nun ein Fisch, von uns lecker zubereitet, vorher vielleicht 50 oder 100 verseuchte kleine Krebse vertilgt hat, ist das eine Menge Gift, die unser Körper verdauen muss.
Plastik hat die Eigenschaft, wie ein Schwamm giftige Substanzen wie z.B. das Insektenvernichtungsmittel DDT oder den organischen Giftstoff PCB zu speichern. So fanden Wissenschaftler an Plastikpartikeln eine millionenfach höhere Konzentration verschiedener Dauergifte als im Meerwasser selbst. Diese Gifte können hormonell bedingte Erkrankungen oder Krebs auslösen - ihr Einsatz ist teilweise seit Jahren durch die Stockholmer Konvention verboten.

Was kann ich machen?
✗ Plastik vermeiden: weniger Verpackung kaufen, Einkaufstasche statt Tüte, Kaffeebecher mitnehmen.
✗ Plastik mehrfach benutzen.
✗ Plastik in der gelben Tonne oder im gelben Sack entsorgen.

Für weitere Informationen:

www.greenpeace.de/wellemachen
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