Neue Brunnen für gutes Weseler Wasser: Stadtwerke bohren im Wasserschutzgebiet

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(Foto: privat)

Dass gutes Wasser beständig aus der Leitung kommt ist selbstverständlich. Dass auch Brunnen in die Jahre kommen, aus denen das Lebensmittel Nummer eins in die Weseler Haushalte strömt, ahnen die meisten Verbraucher nicht. Genau das ist jetzt bei der Stadtwerke Wesel der Fall. Deshalb wird gebohrt und gebaut im Wasserschutzgebiet Flüren/Diersfordt/Blumenkamp.

Sechs Brunnen werden durch neue ersetzt und die alten zurückgebaut. Zwei jetzt, zwei 2018 und zwei weitere 2019. Rund zwei Millionen Euro werden die Stadtwerke Wesel am Ende investiert haben. Für die Kunden bedeutet das Versorgungssicherheit für 40 Jahre. Henning Wagner, der technische Leiter, sagt:

„Die alten Brunnen aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts sind einfach „auf“ gewesen. Die neuen Brun-nen sind leistungsstärker.“ 150 Kubikmeter pro Stunde Grundwasser können nun abgeschöpft werden, in den alten Einrichtungen war die Fördermenge teils auf 20 bis 30 Kubikmeter geschrumpft.

Erkundungsbohrungen waren zunächst nötig. Sie halfen, genauere Informationen über den Untergrund zu bekommen. Gab es von den Altbrunnen nur ungefähre Schichtenprofile, so weiß man nun die genaue Zusammensetzung von Sedimenten. Die Neubrunnen können dadurch an den tatsächlichen hydrologischen Standortfaktoren ausgerichtet werden.


Seit März läuft der Brunnenausbau. Nach Bohrungen wurden Rohre bis in rund 22 Meter Tiefe eingelassen. Dazu gehören Vollwandrohre aus Edelstahl, sogenannte Wickeldrahtfilter, die Wasser durchströmen lassen, und doppelte Filterkiesschüttungen – das klingt nicht nur nach ausgeklügelter Technik, das ist es auch. Sie sichert die nötige Förderkapazität und verbesserte Langlebigkeit der Brunnen. Am 14. Juni 2017 werden die Brunnenabschlusswerke gesetzt, danach Armaturen eingebaut und anschließend sind die neuen Brunnen betriebsfertig.

Vorher sind sie noch entsandet worden, damit sie nicht verstopfen. Bei der anspruchsvollen Bauaufgabe sind auch Weseler Firmen beteiligt, so die Erdbohr Wesel GmbH. Ihr Geschäftsführer Michael Mülder war bei der Vorstellung des Projekts dabei. Franz Michelbrink als Geschäftsführer des regionalen Unternehmens Stadtwerke freut sich nicht nur über die nachhaltig gesicherte Wasserversorgung, er legt auch Wert auf Zusammenarbeit mit örtlichen Firmen.

Er sagt: „Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass die Versorgung mit Trinkwasser als wichtigstes Lebensmittel bei ihren Stadtwerken in guten Händen ist. Wir investieren rechtzeitig in die Infrastruktur anstatt diese bis zum Letzten „auszulutschen“, um den Gewinn zu steigern. Und wir arbei-ten gerne mit Unternehmen vor Ort zusammen.“.
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