Ärztlicher Bereitschaftsdienst soll sich am Bedarf orientieren

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Die Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes beziehungsweise die geplanten „Notfalldienstpraxen“ sollen so gestaltet werden, dass den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung getragen wird. Dafür sprach sich die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) im Kreis Wesel aus.

Die aktuelle Situation im Apothekennotdienst


Diskutiert wurde auch die aktuelle Situation im Apothekennotdienst: „Die Gesundheitskonferenz möchte, dass dieser von den Apotheken organisierte Notdienst auf Dauer den Bedarfen der Betroffenen angepasst wird. Auch in diesem Fall gilt: Die Interessen der betroffenen Menschen stehen im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen.“, so der Leiter der Gesundheitskonferenz, Kreisdirektor Ralf Berensmeier.

Der Runde Tisch im Gesundheitswesen greift seit seiner Gründung 1999 für den Kreis Wesel wichtige Gesundheitsthemen auf. Schwerpunktthemen waren diesmal: Multiresistente Erreger (z. B. MRSA) und das „Bündnis gegen Depression im Kreis Wesel“.

„Multiresistente Erreger“


Beim Thema „MRSA“ ist der Kreis Wesel seit 2009 an dem niederländisch-deutschen Projektes „EurSafety-Health-net“ beteiligt. Im Rahmen des Projektes erhielten alle acht Krankenhäuser und 17 Alten- und Pflegeheime am 5. Mai ein „Euregio-Qualitätssiegel“ zum Thema Infektionsschutz, Hygiene und Antibiotikagebrauch überreicht. Neben den 17 Alten- und Pflegeheime aus dem Kreis Wesel erhielten auch vier Heime aus dem Kreis Kleve erstmals das „Qualitäts- und Transparenzsiegel: Infektionsprävention in Alten und Pflegeeinrichtungen“.

„Bündnis gegen Depression im Kreis Wesel“


Das „Bündnis gegen Depression im Kreis Wesel“, das im Herbst 2013 offiziell seine Kampagne startete, informiert die Bevölkerung weiterhin über Symptome und Hilfen bei der Volkskrankheit Depression. In diesem Jahr soll der thematische Schwerpunkt „Frauen und depressive Erkrankungen“ bearbeitet werden.

Neuer Ansatz: „Bewegt jung bleiben“


Als neuer Ansatz zur Gesundheitsförderung und Prävention von depressiven Erkrankungen bei Senioren/innen wurde zwischenzeitlich das Projekt „Bewegt jung bleiben“ vom Kreissportbund Wesel e. V. mit seinen Mitgliedsvereinen in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg gestartet. Hierbei sollen altersgerechte Gymnastik- und Bewegungsangebote für (immobile) Bewohnern/innen in Altenpflegeeinrichtungen sowie auch für außerhalb der Einrichtung lebende Senioren/innen etabliert werden. Das Projekt soll auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet werden, sodass bis Ende 2016 mindestens eine Kooperation pro Kommune besteht.

Dr. Rüdiger Rau, der die KGK-Geschäftsstelle beim Fachdienst Gesundheitswesen des Kreises Wesel leitet, erläutert den gesetzlichen Auftrag. „Die Kommunale Gesundheitskonferenz berät Fragen der gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene mit dem Ziel der Koordinierung und gibt bei Bedarf Empfehlungen.“
Ziel der KGK ist es, die Gesundheitsversorgung und auch Gesundheitsvorsorge (sprich: Prävention und Gesundheitsförderung) der Bevölkerung zu verbessern, wo es nötig und auf Kreisebene möglich ist.

Kommunale Gesundheitskonferenz


Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagt zwei Mal im Jahr und entwickelt Handlungsempfehlungen, die von den Mitgliedern der KGK in „freiwilliger Selbstverpflichtung“ umgesetzt werden. Die KGK-Geschäftsstelle unterstützt dabei die Projektarbeit, indem sie Daten und Analysen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung und zu der Versorgungslage vor Ort bereitstellt.

In der KGK sind aktuell 30 Mitglieder aus 25 Stellen vertreten:


Krankenkassen/Pflegekassen; Verband der Ersatzkassen; Renten und Unfallversicherungsträger; Kassenärztliche Vereinigung; Kassenzahnärztliche Vereinigung; Ärztekammer; Zahnärztekammer; Apothekerkammer; Stationäre Einrichtungen der Krankenversorgung; Stationäre Einrichtungen der Pflege; Träger ambulanter, nichtärztlicher, pflegerischer und sozialer Leistungen; Träger der freien Wohlfahrtspflege; Runder Tisch Älterer Menschen; Selbsthilfegruppen; Geschäftsstelle Pflegekonferenz im Kreis Wesel; Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft; Landschaftsverband Rheinland; Vertreter des für Gesundheit zuständigen Ausschusses; Vorstandsbereich des für Gesundheit zuständigen Fachdienstes; Fachdienst Gesundheitswesen; Geschäftsführer KGK; Psychiatrie Koordinator; AIDS-Koordinator; Sozialhilfe und Jugendhilfeträger; Gleichstellungsbeauftragte.
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