Appell für Werkverträge beschämend

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Wesel: Kreishaus |

Dass Unternehmer aus dem Kreis Wesel öffentlich weniger Rechte für Arbeitnehmer fordern sei beschämend, urteilt DIE LINKE. Werkverträge und Leiharbeit seien Mittel um Löhne zu drücken und Beschäftigte leichter rauswerfen zu können.

„Was sich viele Arbeitgeber heimlich wünschen, kann man sich ja denken“, sagt Sascha H. Wagner, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag. „Die Dreistigkeit, öffentlich für Instrumente einzutreten, die bekanntermaßen oft den Charakter moderner Sklaverei annehmen, ist aber bemerkenswert.“

Mit Wim Abbing (Probat-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH, Emmerich), Franz Bartels (Clyde Bergemann, Wesel), Burkhard Landers (Landers, Wesel) und Sven Pieron (Pieron, Bocholt) haben den offenen Brief immerhin vier Unternehmensvertreter aus der Region unterschrieben. Die Initiative geht offenbar von der neoliberalen Lobbyorganisation mit dem schönklingenden Namen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ aus. Diese wurde gegründet um gegen den Sozialstaat zu agitieren.

„Das Schreiben wiederholt unverfroren längst wiederlegte Behauptungen, etwa dass Leiharbeit ein Sprungbrett in reguläre Jobs sei.“, ärgert sich Wagner. „Besonders kurios ist die Aussage, Werkverträge seien ein Garant für Innovationen und Qualitätssteigerung. Wie das geht, soll mir mal einer erklären.“


Weitere Informationen:

Der offene Brief im Original

Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ bei Lobbycontrol
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