Barbara Wagner - Sachkundige Bürgerin der Weseler LINKEN

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Barbara Wagner (Foto: Archiv)
Wie stellt sich der typisch Deutsche eigentlich einen typischen Linken vor?
Einen vermummten Anarchisten mit brennendem Molotowcocktail in der einen Hand und Farbsprühdose in der anderen?
Und ist die typisch LINKE Frau eine ihre BH's verbrennende, Männer hassende Feministin?

Wenn ja, dann kann Barbara Wagner eigentlich keine echte LINKE sein, denn sie ist seit über 30 Jahren glücklich verheiratet, sie und Günther haben drei gemeinsame Kinder und das einzige „anarchische“ an ihr ist eventuell das rote Haar ;-)

Von 1977 bis 1980 absolvierte Barbara ihre Ausbildung zur Mathematisch-Technischen-Assistentin am Hochschlrechenzentrum der Universität Dortmund. Bald darauf fand sie eine Arbeitsstelle in einer Unternehmensberatung - hier hat sie auch ihren späteren Ehemann Günther kennen und lieben gelernt.
Seit über 30 Jahren sind die beiden übrigens selbstständig mit ihrer eigenen Firma
SSW Software Service GmbH. Hier gab es natürlich je nach Wirtschaftslage Höhen und Tiefen, aber die Firma besteht bis heute.

Politisch aktiv war Barbara schon zu Beginn der 80er Jahre in einer Dortmunder Frauengruppe und in der HBV (Gewerkschaft für Handel, Banken und Versicherungen), doch in eine Partei wollte sie eigentlich nie eintreten.
„Aber nach dem sozialen Kahlschlag, den die SPD im Einvernehmen mit den Grünen mit der Agenda 2010 veranstaltet hat, konnte ich mich nicht mehr ruhigen Gewissens entziehen. Man erreicht keine Verbesserung der Lage, wenn man nur rumjammert. Man muss sich schon einbringen und Verantwortung übernehmen. Von den Parteien hat als einzige damals die WASG die für mich richtigen Positionen vertreten.“ So trat Barbara 2007 bei – kurz vor dem Zusammenschluss mit der PDS zur Partei DIE LINKE.
Seit einigen Jahren arbeitet nun Barbara als 'Sachkundige Bürgerin' in den Ausschüssen 'Jugendhilfe' und 'Soziales' zusammen mit anderen Parteienvertretern. Diese Zusammenarbeit ist natürlich nicht immer einfach, es wird um die besten Lösungen gerungen und jede Partei hat ihre eigenen Vorstellungen. „Ich hatte Anfangs auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Aber mittlerweile hat man doch begriffen, dass die Linken keine fundamentalistischen Spinner ohne Sachkenntnis sind.“, sagt Barbara versöhnlich lächelnd.

Das frustrierende an der Arbeit in den Ausschüssen ist die Tatsache, dass man kaum Gestaltungsspielraum hat. Es geht fast nur noch darum, Gelder zu verwalten und Pflichtaufgaben zu erfüllen. Um so schöner ist es dann, wenn einem mal ein großer Wurf gelingt. So fiel Barbara auf, dass die Staffelung der Beitragssätze für Kindertagesbetreuung Einkommensschwächere Familien benachteiligen. In mühevoller Kleinarbeit erarbeitete sie mit Hilfe einer Excel-Tabelle eine gerechtere Staffelung, welche dann vom Ausschuss angenommen und vom Stadtrat beschlossen wurde.
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2 Kommentare
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 17.01.2017 | 20:27  
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Imke Schüring aus Wesel | 17.01.2017 | 22:00  
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