Bauverein Positionspapier der SPD Wesel

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Wesel: Rathaus Wesel | Die Bauverein AG Wesel ist vor über 100 Jahren gegründet worden, mit dem Ziel, bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu schaffen und diesen der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Dieses Ziel ist auch heute, nach 100 Jahren, immer noch aktuell. Bis zu Beginn der 90er Jahre war der Bauverein gemeinnützig. Dann hat der Gesetzgeber die Gemeinnützigkeit aufgehoben. Die Ziele der Bauverein AG wurden ergänzt, sodass die Schaffung von Wohnraum nun in ein Gesamtkonzept der Stadtentwicklung eingebettet ist.

Eine besondere Herausforderung stellt für die Bauverein AG die Sanierung und Modernisierung des vorhandenen Bestandes dar. Sichtbar wird dies im Zitadellenviertel, wo mit den Bewohnern ein Sanierungsprozess läuft, der vorbildlich in NRW ist und von den Landesministerien in Düsseldorf ausgezeichnet und gelobt wurde.

In den nächsten Jahren wird der Bauverein das Zitadellenviertel weiter umbauen. Mit anderen Investoren wird der ehemalige Standort des Kreiswehrersatzamtes zu einem attraktiven Wohn- und Geschäftshaus umgestaltet. Ein weiteres Wohnhaus soll in der Feldmark, am St. Lukas Altenheim, gebaut werden. Perspektivisch wird das Grundstück an der Bleicher-Stege am Fusternberg entwickelt.
Das sind einige Schwerpunkte der Arbeit der Bauverein AG.

Die SPD fühlt sich den Zielen der Bauverein AG verpflichtet und wird diese Politik weiterhin stützen und bei den Aktionären der Bauverein AG um Mehrheiten werben.

Die Mieten der Bauverein AG sind angemessen. Es wird ein Gewinn erwirtschaftet.
Dieser Gewinn wird schwerpunktmäßig in die Modernisierung und in den Neubau reinvestiert. Die Aktionäre erhalten eine, in der heutigen Zeit angemessene, Dividende von 5,5 Prozent.

In der letzten Hauptversammlung der Bauverein AG sind drei Aktionäre - die Volksbank Wesel, die Commerzbank/Atlas - Vermögensverwaltung und Pilkington - aufgetreten und haben eine Dividende von 10 Prozent gefordert.

Das hält die SPD-Wesel für unanständig und unangemessen. Hier sind drei Akteure in die Offensive gegangen, die in ihren eigenen Firmen den Aktionären keine oder eine geringe Dividende zahlen. Sie greifen mit diesem Antrag die Bauverein AG an, um sich zu bereichern.

Dagegen wehren wir uns!

Das darf nicht hingenommen werden. Das ist der Anfang eines Prozesses, um die Bauverein AG auszubluten. Werden zukünftig in Hauptversammlungen Anträge auf 20 oder 30 Prozent Dividende gestellt?


Die SPD-Wesel fordert alle Aktionäre der Bauverein AG auf, diesem unanständigen Treiben der drei Akteure entgegen zu treten.

Die SPD- Wesel bedankt sich ausdrücklich bei den Aktionären der Bauverein AG, die in der letzten Hauptversammlung die Anträge auf 10 Prozent Dividende zurückgewiesen haben.

Die Bauverein AG darf kein kapitalistisches Spekulationsobjekt werden.

Die Bauverein AG hat die Aufgabe Wohnraum zu schaffen. Seine Aufgabe besteht nicht darin, hohe Dividenden auszuzahlen. Das war und darf auch zukünftig nicht die Geschäftspolitik der Bauverein AG sein.

Wir werden in der nächsten Ratssitzung einen Antrag stellen, dass die Gesellschaftervertreter der Stadt Wesel und ihrer verbundenen Stiftungen angewiesen werden, in zukünftigen Hauptversammlungen der Bauverein AG, eine 3-prozentige Dividende zu beantragen.
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2 Kommentare
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 02.09.2016 | 12:47  
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Karl-Hermann Hecheltjen aus Hamminkeln | 03.09.2016 | 15:06  
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