Burghofbühne Dinslaken - Kreistagsmehrheit aus CDU, Grünen und FDP/VWG zeigt ihr wahres Gesicht

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Intendant Mirco Schombert (Foto: Burghofbühne)

„Das ist erpresserische Machtpolitik ohne Sinn und Verstand!“

Angeblich zur Haushaltskonsolidierung und damit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger kürzte die Kreistagsmehrheit im Dezember den Zuschuss für das renommierte Landestheater Burghofbühne perspektivisch um die Hälfte. Zuvor drohten CDU, Grüne und FDP/VWG mit dem völligen Ausstieg aus der Finanzierung.

Die Stadt Dinslaken erklärte sich zur Rettung des Theaters bereit den Ausfall der Zahlungen durch den Kreis zu finanzieren. Belastet werden dadurch ausschließlich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dinslaken.

Dieser Beschluss machte eine Änderung der Satzung erforderlich, um die zukünftige Finanzierung zu regeln. Der Vorstand der Burghofbühne hat sich daraufhin verständigt eine entsprechende neue Satzung vorzulegen, in der allerdings auch die zukünftigen Mehrbelastungen durch Tarifsteigerungen aufgeteilt werden sollten. Dabei sollte das Land, das rund 70 % der Deckungslücke des Theaters finanziert, anteilig einbezogen werden. Daneben natürlich auch der Kreis auf der Basis seines reduzierten Anteils. Dies hätte für den Kreis im Haushaltsjahr 2017 einen Betrag von 2.000 – 3.000,- € ausgemacht, wenn alle Beteiligten sich verständigt hätten.

Das Theater selbst leistete einen wichtigen eigenen Beitrag, indem es seine Erlöse nochmals steigerte und damit einen landesweit einmalig hohen Eigenbeitrag zu den Kosten leistet. Dafür wurde es von der Politik in der letzten Sitzung des Kulturausschusses einhellig und zu recht überschwänglich gelobt.

Unmittelbar danach, in der selben Sitzung lehnte die Kreistagsmehrheit von CDU, Grünen, FDP/VWG, unterstützt durch die AFD den neuen Satzungsentwurf ab.

Die Konsequenz ist die akute Gefährdung der Bühne, die voraussichtlich nur aufgefangen werden kann, wenn die Stadt Dinslaken auch diese Mehrbelastung im kommenden und in den nächsten Jahren vom Kreis Wesel übernimmt.

Das bedeutet im Klartext, dass man entweder eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Bühnen des Landes „über die Klinge springen“ lässt. Oder sich den Kreishaushalt zu Lasten einer kreisangehörigen Stadt schönrechnet. In diesem Fall wird kein einziger Cent gespart. Es erfolgt nur eine Lastenverschiebung von der kommunalen Familie des Kreises Wesel auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dinslaken, die im Kreisdurchschnitt nicht zu den Finanzkräftigsten zählen.

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