Wollen Sie hören, was mich in diesen Tagen zu Tränen gerührt hat? Nämlich diese Pressemitteilung: Zur Forderung von Bundesarbeitsministerin von der Leyen, dass es klare Regeln für die Erreichbarkeit von Mitarbeitern geben müsse, weist der Unternehmerverband auch auf die positive Seite der mobilen Erreichbarkeit für Arbeitnehmer hin.
Der guten Erreichbarkeit mit modernen Kommunikationsmitteln solle man auch Positives abgewinnen, erklärt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbandsgruppe, Martin Jonetzko, zum Thema.
Er betont das mögliche „Mehr an Flexibilität“, die „bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „flexible Arbeitszeiten“. Kein Arbeitnehmer sei im Übrigen verpflichtet, mehr zu leisten, als er vertraglich schuldet.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Jonetzko, zu so viel Positivdenke. Das muss daher kommen, dass Sie Chef sind. Chefs müssen nicht ja allzeit erreichbar sein, sondern die zweite Ebene und die darunter. Die verdienen nicht ganz so viel Geld wie Sie und dürfen ihr Handy nicht (wie Sie) ausschalten, wenn sie keinen Bock auf Firma haben.
Ich soll Ihnen übrigens einen schönen Gruß bestellen.
Von der Weseler Selbsthilfegruppe für Depressionen und Burnout.
Ja, stelle ich mir gerade bildlich vor. Die mobile Krankenschwester schaltet ihr Handy ab, weil sie ja eigentlich schon Feierabend hat. Was würden dann die restlichen Patienten sagen, wenn sie nicht zu ihnen käme?
Hätte Frau Müller dann ein schlechtes Gewissen, denn durch sie kam die Verzögerung ja zustande?
Fragen über Fragen?
Ja, spätestens wenn er versuchen würde anzurufen. Die Polizei hat allerdings meine Festnetznummer für den Alarmfall aber das kommt nur alle Jahre mal vor. Heutzutage werden Banken nicht durch Einbrecher sondern durch Spekulation ausgeraubt. ;o)
Muß oder will ich ständig erreichbar sein? Das sieht bei selbstständigen Unternehmern anders aus als bei angestellten Mitarbeitern. Hinzukommt, was wurde vertraglich vereinbart? Danach entscheidet sich, ob ich mein Handy mit aufs Klo nehme. ;=)
Es kommt ja immer drauf an, in welchem Berufsbild ich agiere. Sicherlich sind die Altenpfleger, Krankenschwester, Ärzte, Feuerwehrleute, Polizei etc. eine ganz andere Schiene, als die, die im Büro sitzen. Ich hasse es, mir anhören zu müssen, dass ich ja immer erreichbar zu sein HABE, - im Gegensatz zu den männlichen und weiblichen Kollegen, die verheiratet sind- WEIL ICH KEINE FAMILIE HABE. Ich bin Single und das ist oftmals schon der Eintritt in die Welt der ständigen Erreichbarkeit. Jeder hält sich für SO WICHTIG, bewertet seine "Probleme" die ofmals nicht mal Problemchen sind, als weltbewegend und umgehend lösbar.
Burn-Out und Depressionen sind damit Tür und Tor geöffnet. Neben der ständigen Erreichbarkeit, dem hohen Arbeitsdruck in den einzelnen Arbeitsfeldern, der -oftmals - geringen Bezahlung sind vor allem geringe WERTSCHÄTZUNG mit ein Wegbereiter für ein Burn-Out. Ich war krank und lag im Ev. Krankenhaus mit einer Transitorischen Ischämischen Attacke.
Dem Vorboten eines Hirninfarkts.
Mein Chef ruft auf dem Stationstelefon an und "beschwert" sich bei mir, weil ich das Mobiltelefon ausgeschaltet hatte. Sorry, lieber Chef, aber ich habe leider auf der Zwischenintensiv gelegen und war somit nicht erreichbar. Noch Kommentare??
Tja, leider haben es solche Kleinfürsten nicht mit dem Personalrat und haben im Schnitt immer Firmen, die genau unterhalb der Grenze liegen, die mit einem Betriebsrat belegt sind. Dennoch - wenn ich da an viele meiner Kollegen in anderen Betrieben denke - denen ergeht es ja nicht besser. Die "Fire-and-Hire-Mentalität" vor allem bei älteren Arbeitnehmern erhöht den Druck enorm. Also bleibt man möglichst "irgendwie" erreichbar.
Das mit dem "Handy" (ich liebe diese falschen Ausdrücke) kenne ich auch noch aus meiner aktiven Zeit bei der Zeitung. (Klaus Bethge)
Was ist denn an dem Ausdruck „Handy“ falsch? Man kann ihn für vieles halten, z. B. für überflüssig, für unglücklich gewählt, für zu englischanbiedernd …, aber falsch? Die Dinger sind doch auf jeden Fall handlich und praktisch, und man hat eben einfach den englischen Begriff für handlich, praktisch, nämlich handy genommen und ihn substantiviert – so what?
Natürlich könnte man sie auch deutschfreundlicher Händi schreiben, damit der Bezug zur Hand noch deutlicher wird. Oder das kurze englische Wort durch eine längere lateinisch-griechische Bezeichnung (Mobiltelefon) ersetzen. Oder noch besser: einen (vielleicht „kreativen“) neuen Ausdruck dafür erfinden – und verfolgen, wie er sich dann – von der Öffentlichkeit akzeptiert – verbreitet und etabliert.
Mir war das Wort Handy übrigens schon viele Jahre vor seiner Verbreitung geläufig, nämlich durch diesen Burschen hier. ;-)
Im Krankenhaus sind Handy grunstätzlich verboten, das sollte auch so ein Musterbeispiel eines Sklaventreibers wissen..
Nur leider halten sich nicht alle daran, und Vertöße werden vom Krankenhauspersonal geduldet; das habe ich selbst noch vor kurzem erlebt.
Handys haben einen Vorteil und einen Nachteil. Der Vorteil: Man ist immer erreichbar. Der Nachteil: Man ist immer erreichbar.
Dieser einfache Satz bringt es gut auf den Punkt, Klara. Nur wäre es schön, wenn jeder Handy-Nutzer das Verhältnis zwischen den möglichen Vor- und Nachteilteilen weitgehend selbst bestimmen könnte bzw. dürfte. Wer (z. B. als Chef) am "längeren Hebel" sitzt, kann nun mal leider leichter die Vorteile auf sich selbst umleiten und die Nachteile mehr seinen "Untergebenen" überlassen.
im Grunde sind wir bei dem Thema nicht weit auseinander. Auch ich finde alberne Englischanbiederungen und „Imponierdenglisch“ höchst überflüssig, insbesondere dort, wo es schon gute deutsche Bezeichnungen gibt und diese dann ohne Not und Grund von (d)englischen Ausdrücken verdrängt werden sollen (siehe Dein Beispiel Meeting point). So wird zum Beispiel Seilchenspringen in der Grundschule nicht besser, wenn man es „Rope Skipping“ nennt, und jeden Hausmeister jetzt „Facility Manager“ und jede Darbietung/Aufführung „Performance“ zu nennen, ist höchst albern.
Aber mir ging es ja nur um das Ding, über das hier diskutiert wird, das Handy. Nirgendwo steht geschrieben, daß man Bezeichnungen, die in anderen Länder dafür üblich sind, 1:1 übernehmen muß. Warum also sollte man aus den USA cell(ular) phone oder aus dem UK mobile (phone) genau so übernehmen? Da hat sich nun mal im deutschen Sprachraum mit Handy ein anderes Wort durchgesetzt, das es als echtes englisches Adjektiv schon immer gab; was ist daran falsch? Offenbar hatte das Handy während der Zeit seiner rasanten Verbreitung keinen „ebenbürtigen echt-deutschen Wortkontrahenten“ und hat damit den (fairen) „Wettlauf“ gewonnen. Na und?
Klara,
Du schreibst selbst „Es gibt solche und solche“, und meinst damit die verschiedenen Angestellten. Stimmt. Nun gibt es aber unter den „Chefs“ (ich nehme das mal als Allgemeinbegriff für weisungberechtigte Vorgesetzte) auch solche und solche. Es gibt solche, die Reichtum, Wachstum und Erfolg der Firma/des Betriebs über alles stellen bzw. nur an ihre persönlichen Vorteile denken und denen die Situation der Angestellten ziemlich egal ist; und es gibt Chefs, die sich auch für die Menschen, die für sie arbeiten, interessieren, sie als ein hohes Gut ansehen und Wert auf deren Gesundheit und auf ein gutes Klima legen.
Die Chefs der erstgeschilderten Art werden (leider) wohl nie aussterben, und man wird sie als einzelner, der ihnen gegenübersitzt, auch nicht ändern können. Sie werden wahrscheinlich immer die „Spielräume“, die ihnen der Gesetzgeber läßt, voll zu ihrem eigenen Vorteil ausreizen und bei sich bietender Gelegenheit „über Leichen gehen“. Also geht es darum, daß man ihnen diese „Spielräume“ durch entsprechende Gesetze und arbeitsrechtliche Bestimmungen weitgehend beschneidet. Wie alles, was (notgedrungen) über die Politik laufen muß, ein mühseliges und u. U. langwieriges „Geschäft“, denn leider gibt es immer wieder Politiker, die diesen Chefs näherstehen als ihren Wählern, denen es nicht so gut geht. Zunächst kann man aber den Tendenzen, die die Einflußmöglichkeiten solcher Chefs noch untertützen, in den Medien (wie auch hier) entschieden entgegenargumentieren und sie damit einer größeren Öffentlichkeit bewußtmachen.
P.S.: Zu Deiner Frage Was hab ich da gemacht ?: Du hast was gemacht, was gut zu dem Thema paßt: Dir - wenn auch nur symbolisch - einen ganz persönlichen Freiraum geschaffen, in den niemand eindringen kann (auch kein Chef - und nicht mal ich). ;-)
1956 gab es den Slogan vom DGB: "Samstags gehört Vati mir"!
Mittlerweile gehört Vati wieder am gesamten Wochende dem Firmenhandy, dem Firmen-BB oder Firmenlaptop. Wochenendarbeit wird wieder zum Normalfall. Wenn man sich nicht in der großzügigen Situation befindet die Dinger einfach auszulassen zu können - wie es bei Herrn Jonetzko vielleicht der Fall ist. Man stellt sich ja auch immer die Frage nach dem Jobverlust. Viele Wochenenden dienen nicht mehr der Erholung.
Wir werden noch viel mehr Therapeuten für Depressionen und Burnout brauchen, der Gipfel ist noch lange nicht erreicht.
So einen Blödsinn können sich nur Politiker ausdenken!
Ich habe mal als Projektleiter für einen grossen Automobilisten in München gearbeitet und wer da nicht erreichbar ist, ist ohne Arbeit. So einfach kann die Welt manchmal sein. Wir sind im Arbeitsleben doch nicht bei wünsch dir was.
Außerdem habe ich es nie als eine unzumutbare Belastung empfunden, wenn mich am späten Abend noch ein paar Leute angerufen haben, um etwas wichtiges abzuklären, die Telefonate waren meist kurz und sehr produktiv. Meist war ich da gerade auf dem Weg nach Hause, denn die Arbeitstage waren eh lang.
Wer einen Achtstunden-Arbeitstag will, der ist da schlicht falsch.
Wer als Entscheider tätig sein will, der muß auch entscheiden ganz gleich zu welcher Uhrzeit. Wer freie Wochenenden bevorzugt und um 16:00 Uhr Feierabend haben will, dem bleibt das ja unbenommen. Niemand wird gezwungen ihm angebotene Bevörderungen anzunehmen.
Ab einer gewissen Position wird Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt. Irgendwann bei einer "wirklich" gehobenen Position kann man es sich vielleicht wieder leisten das nervige Ding einfach abzuschalten. Das ist dann der wahre Luxus nicht mehr erreichbar sein zu müssen, keinen Anzug mehr tragen zu müssen und mit Konventionen auch brechen zu dürfen. Nur muß man dazu schon wirklich sehr weit oben auf der Erfolgsleiter stehen.
Allerdings erlebe ich heute auch immer wieder, dass kleine Angestellte unglaublich gerne ihre Dienste auch nach Dienstschluss anbieten. Die kommen sich dann ernorm wichtig vor und halten auch abends noch regen telefonischen Kontakt in die Firma.
Da kann man es dem Chef kaum verübeln, wenn er diese Angebote auch mal annimmt oder?
Die Politik soll sich da raushalten und sich um wichtigere Dinge kümmern. Das regelt der Markt besser, als es die Politik je könnte.
Allein diese Innitiative von dieser Dame zeigt deutlich, dass sie auf einer Insel der Glückseligen sitzt, wo Leistung kleingeschrieben wird. Berufspolitiker halt, sonst hätte sie mehr Verständnis für die Sache.
Die Fälle von Vergiftungen von Hunden in Wesel und Umgebung nehmen zu.
Neben den Bürgern, die sich für die Sensibilisierung der Besucher der Hundeauslauffläche am Auesee stark machen, meldet sich jetzt auch eine Obrighovener Initiative zu Wort.
Unter anderem wollen mehrere Anwohner einen Mann gesehen haben, der sich am Waldrand aufhielt und auf Ansprache hin unerkannt flüchtete.
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Eine...
ACHTUNG Der Fukushima-Ticker im Lokalkompass wird ab 10.15 Uhr (18. März) in einem neuen Beitrag fortgeführt. Sie finden den neuen Portal-Ticker hier.
Mit einer bundesweiten Schweigeminute gedenkt Deutschland der Opfer der furchtbaren Naturkatastrophe in Japan. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen auf Halbmast, Schulen, Behörden, Verwaltungen etc. beteiligen sich.
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Jetzt gilt's: Die 15 lokalen Finalist(inn)en unseres großen Wettbewerbs "Das Gesicht des Sommers" stehen fest.
Eine unabhängige Jury, bestehend aus zwölf Mitgliedern verschiedenen Alters (zwischen 17 und 60) hat abgestimmt.
Ins DGDS-Finale (Alpen, Drevenack, Hamminkeln, Sonsbeck, Wesel, Xanten) sind gewählt (Nachnamen in alfabetischer Reihenfolge): Tanja Anschütz, Maria Brandt, Leonie Bosch, Robert Brüschke, Tanja de...
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Kunststück, denn der Kabarettist Dieter Nuhr in in Wesel geboren und schreibt nicht zum ersten Mal seine Gefühle im Vorfeld eines Auftritts nieder - exklusiv für unsere Redaktionen.
Am 6. und 7. Juni tritt der Wahl-Düsseldorfer mit seinem aktuellen Programm...
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Früher mussten wir schonmal etwas wiederholen, weil Omma Trude nur noch körperlich anwesend war oder Oppa Heinrich seinen Hörfehler vom Trommelfeuer im Schützengraben nicht mehr loswurde.
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