Die Schließung von Bolzplätzen ist nicht hinnehmbar – Anfrage an die Verwaltung gestellt

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Das Spielen und Sporttreiben auf Bolzplätzen hat für viele Kinder und Jugendliche unserer Stadt eine hohe Bedeutung bei der Freizeitgestaltung. Das Bereitstellen sinnvoller und aktivierender Freizeitmöglichkeiten ist für eine familien- und kinderfreundliche Stadt unabdingbar. Entsprechend ärgerlich ist, dass die jungen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt häufig mit Problemen zu kämpfen haben, wenn sie einfach nur ein wenig Fußball spielen möchten. So hat es nicht nur in Wesel geradezu Tradition, zu behaupten, der Nachwuchs würde seine freie Zeit oft nicht sinnvoll nutzen. Tatsache ist jedoch, dass Kindern und Jugendlichen vielfach mit fadenscheinigen Begründungen Freizeitmöglichkeiten einfach entzogen werden. Bei einigen Bolzplätzen genügt eine einzelne Beschwerde über die angebliche „Lärmbelastung“, um die Öffnungszeiten erheblich einzuschränken. Wir leben in Zeiten, in denen massiver Verkehrslärm für die allermeisten Menschen zum Alltag gehört. In denen selbst nachts etliche Güterzüge quer durch verschiedene Weseler Stadtteile rauschen können. Dagegen muss manch ein Bolzplatz – wohlgemerkt tagsüber – wegen seines „Lärms“ schließen. Diese Absurdität ist eigentlich zum Lachen – solange man wenigstens das noch den gesamten Tag über darf.

Für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt ist die aktuelle Situation jedoch alles andere als lustig. Wir benötigen in Wesel flächendeckend Bolzplätze, die auch geöffnet sind und somit allen Heranwachsenden unserer Stadt eine einfache Möglichkeit zum gemeinsamen Sporttreiben oder auch nur lockerem Kicken bieten. Dies zu erreichen, ist ein wichtiger Baustein für eine kinder- und familienfreundliche Stadt und nur so lässt sich für Wesel eine zukunftsweisende Politik machen. Aus diesem Grund hat unsere Fraktion aus WWW und Piraten als ersten Schritt eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, um die aktuelle Situation auf den Weseler Bolzplätzen zunächst im Detail abzufragen. Unter anderem bringen wir damit in Erfahrung, wie sich die einzelnen Schließungszeiten jeweils begründen. Weiterhin möchten wir wissen, ob die Bolzplätze zumindest in den begrenzten Zeiten auch tatsächlich immer offen sind und ob es für die Heranwachsenden eine (ihnen bekannte) Ansprechperson gibt, sollten sie einen Bolzplatz zu Unrecht geschlossen vorfinden.
Die von uns gestellte Anfrage sehen wir als wichtigen ersten Schritt hin zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt Wesel, in der alle Heranwachsenden die gesamte Woche über Zugang zu einem Bolzplatz haben.
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2 Kommentare
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 11.04.2016 | 23:34  
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Jochen Lobnig aus Neukirchen-Vluyn | 12.04.2016 | 21:58  
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