Ein ehrgeiziges Klimaschutzziel der Deutschen Bahn

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Mechatroniker Marco Block aus Köln installiert ein Display im Führerstand eines Dieselfahrzeugs. (Foto: Deutsche Bahn AG)

DB Region will Dieselverbrauch um 10 Prozent senken.

(Presseinformation der "Deutsche Bahn AG", hier in Teilauszügen zitiert eingestellt).

Programm für energiesparendes Fahren per Telematik ist gestartet. Ziel: 30.000 reduzierte Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Deutsche Bahn will Umwelt-Vorreiter werden und hat sich im Oktober 2017 ein neues, ehrgeiziges Klimaschutzziel gesetzt: Bis 2030 will die DB den spezifischen CO2-Ausstoß um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 reduzieren. Das energiesparende Fahren und der geringere Diesel-Verbrauch haben indes auch eine wirtschaftliche Komponente:
Weniger Energiekosten bedeuten eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit.

Den Zug einfach mal ausrollen lassen.

Energiesparendes Fahren bei DB Fernverkehr, DB Regio und DB Cargo spart Energie, Geld und schont die Umwelt - Seit Herbst 2017 werden auch Dieseltriebfahrzüge von DB Regio mit dem neuen Messsystemen ausgerüstet.

(Berlin, November 2017) Zügig anfahren, beim Bremsen Energie ins Netz zurückspeisen oder den Zug an den richtigen Stellen rollen lassen - im Führerstand der schnellen ICE, der PS-starken Lokomotiven im Güterverkehr oder der Nahverkehrszüge verbirgt sich großes Sparpotenzial: Durch umsichtiges Fahren können Lokführer pro Tour bis zu zehn Prozent Energie einsparen. Auf der Strecke München - Hamburg sind das im Fernverkehr bis zu 3.500 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie verbraucht pro Jahr im Durchschnitt 3.300 Kilowattstunden.
Die Ausrüstung von gut 1.000 Dieselfahrzeugen der DB Regio mit Telematiksystem zur Energieeinsparung hat begonnen. Bis Ende 2018 sollen 90 Prozent der Loks und Triebwagen entsprechend ausgestattet sein. Damit können Millionen Liter Diesel und mehr als 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das entspricht den Emissionen durch Heizen und Stromverbrauch einer Kleinstadt.

Die Systeme erfassen, wann und wieviel Diesel während der Fahrt verbraucht wird. Die entsprechenden Daten werden zu Fahrempfehlungen verarbeitet und auf Displays
im Führerstand angezeigt. So kann der Lokführer energiesparender fahren.
Was bei strombetriebenen Fahrzeugen bereits funktioniert, soll auch für Dieselzüge Realität werden: zum Beispiel frühzeitig vom Gas gehen, bergab den Schwung nutzen oder über weite Strecken den Zug rollen lassen. Um bis zu zehn Prozent kann der Verbrauch so gesenkt werden.

Zum Beispiel ist es möglich, auf der Strecke Stuttgart-Mannheim schon 50 Kilometer vor Mannheim die Leistung abzuschalten und dennoch exakt nach Fahrplan in den Bahnhof einzurollen. Beim Ausrollen wird jeweils die großmögliche Einsparung erzielt.

Energiemesszähler erfassen den Energiebezug und die Energierückspeisung des Fahrzeugs. Mithilfe der Energieverbrauchswerte ihrer gefahrenen Zugleistungen erfahren alle Triebfahrzeugführer im Fern- und Nahverkehr monatlich, wie viel Energie sie verbraucht haben. Sie können sich dann selbst auf anonymisierten Ranglisten, ähnlich einer
Bundesliga-Tabelle, im vergleich zu anderen einordnen. Regelmäßige Begleit- und Trainingsfahrten und Schulungen helfen dabei, dass das Thema präsent bleibt.

Energiesparendes Fahren ist zudem wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Zusätzlich zum Unterricht und zur Schulung im Fahrzeug absolviert jeder Auszubildende das Fahrsimulator-Modul zum energiesparenden Fahren.

Fahrassistenzsystem "LEADER" bei DB Cargo mit neuen Funktionen

Seit Herbst 2016 hat DB Cargo als erste große europäische Güterbahn das Fahrassistenzsystem LEADER von Knorr-Bremse in Betrieb genommen. Das System
"LEADER" (Locomotive Engineer Assist Display and Event Recorder) funktioniert wie ein persönlicher Assistent und gibt Tipps, wie man den Zug am besten durch das jeweilige Streckenprofil steuern und Fahrplanpuffer ausnutzen kann. Über ein zusätzliches Display im Führerstand erhält der Lokführer Fahrempfehlungen für eine möglichst energiesparende Geschwindigkeit, die abgestimmt auf Zugdaten, Fahrplan und Höhenprofil der Strecke berechnet werden. Bereits 300 Elektro-Triebfahrzeuge sind mit dem System ausgestattet.

(Quelle: Presseabo DB)


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Manni Poschwatta aus Wesel | 08.12.2017 | 00:22  
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