Erhöhung von FSJlern-Stellen an Weseler Schulen

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  Daniela Staude und Volker Haubitz (CDU-Ratsmitglieder) wenden sich mit folgendem Antrag an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel: "Die CDU-Fraktion ist zu der Überzeugung gelangt, dass die im Rat am 5.5.2015 beschlossene Sparmaßnahme, die Zahl der FSJler-Stellen an den Weseler Schulen zu kürzen, nicht mehr aufrechtzuerhalten ist.

Wir stellen daher folgenden Antrag:

„Die Stadt Wesel erhöht die Zahl der FSJler-Stellen von derzeit 11 auf 20 Stellen. Jede Grundschule in Wesel erhält mindestens 1 Stelle, Schwerpunktschulen werden gesondert berücksichtigt. Die Verwaltung wird beauftragt, die Stellen unter Berücksichtigung von Fördermitteln einzurichten und entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen.“

Wir begründen dies wie folgt:
Die Bilanz nach einem Jahr Inklusion in Wesel ist ernüchternd. Die Weseler Schulen ächzen unter der Last des in vielen Punkten unausgereiften Inklusionsvorhabens. Schüler und Lehrer sind gleichermaßen betroffen von mangelnder Planung und fehlender Ausstattung. Es stehen weder genügend finanzielle Mittel noch eine auskömmliche Personaldecke zur Verfügung. Bei nahezu gleichbleibend großen Klassen hat sich der Personalschlüssel nicht signifikant erhöht. Besonders im dringend notwendigen sozialpädagogischen Bereich klaffen große Lücken, die notdürftig vom vorhandenen Lehrpersonal abgedeckt werden, oft bis zum Rande des Machbaren. Die Krankstände und der damit verbundene Unterrichtsausfall an den Schulen zeugen von dieser Dauerüberlastung.
Es fehlen Schulsozialarbeiter, die nach unserer Auffassung mittlerweile an jeder Schule gebraucht werden und fester Bestandteil sein sollten. Die wenigen Schulsozialarbeiter, die an Weseler Schulen tätig und nicht in den festen Stellenschlüssel eingerechnet sind, werden bekanntlich nur bis 2017 gesichert finanziert. Zwar ist zu hoffen, dass die vom Rat verabschiedete Resolution eine Fortsetzung der Landesmittel zur Folge hat, aber auch wenn die Stadt 4 Stellen in Eigenleistung finanziert, ist das für den tatsächlichen Bedarf nicht ausreichend.
Es fehlen Sozialpädagogen, die besonders den inklusiven Kindern zur Seite stehen und das Lehrpersonal im Unterricht entlasten. Sozialpädagogen, die sich aufgrund ihrer Ausbildung auf den oftmals schwierigen sozialen/zwischenmenschlichen Bereich der Schüler verstehen. Sozialpädagogen, die sich nicht zwischen zwei oder mehreren Schulen aufteilen müssen, sondern sich vollumfänglich einer inzwischen überall heterogenen Schülerschaft widmen können.
FSJler können Schulsozialarbeiter und Sozialpädagogen nicht ersetzen, dennoch stellen sie eine wertvolle Entlastung im Schulalltag dar. Seinerzeit wurde in Aussicht gestellt, die Entwicklung an den Schulen mit reduzierten FSJ-Stellen abzuwarten und ggf. Sozialpädagogen zum Einsatz kommen zu lassen. Dieses Vorhaben scheitert derzeit am so gut wie leergefegtem Markt für Sozialpädagogen.
Aus unserer Sicht ist der Einsatz von FSJlern derzeit die einzige Möglichkeit, unsere Schulen als Kommune aktiv und eigenverantwortlich zu unterstützen und einen vom Land unabhängigen Beitrag zur Verbesserung der pädagogischen Arbeit an den Schulen zu leisten."
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