FDP/VWG-Kreistagsfraktion Wesel und FDP-Ratsfraktion Moers zu Gast im Handwerklichen Bildungszentrum Moers

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Die Fraktionsmitglieder der FDP/VWG-Kreistagsfraktion mit Ihrem Vorsitzenden Heinz Dams sowie Mitglieder der Moerser FDP-Ratsfraktion haben das Handwerkliche Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Wesel am 22.04.2015 besichtigt. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Josef Lettgen und der Leiter des HBZ Ulrich Kruchen haben die Gruppe empfangen. Unter der gemeinsamen Führung konnten sich die Gäste einen Eindruck vor Ort von der überbetrieblichen Ausbildung innerhalb der innungseigenen Ausbildungswerkstätten verschaffen. Die überbetriebliche Unterweisung ist ein wichtiger Baustein im Dualen System der Berufsbildung in Deutschland. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes.

Der Werkstattleiter der 500 qm großen Tischlerwerkstatt, Peter Lindenbeck, zeigte eindrucksvoll, wie seine Auszubildenden im 1. Lehrjahr dem Holz mit dem Hobel zu Leibe rücken, um daraus passgenaue, anspruchsvolle Stücke zu entwickeln. Die Azubis werden hier über die handwerklichen Fähigkeiten an die elektronische Anlagentechnik herangeführt. Die Maschinenausstattung entspricht dem modernsten Stand der Technik. Erfreulich war zu sehen, dass auch eine Vielzahl an Damen am Hobel standen.

Weiter ging es in die Ausbildungsräume der Innung Sanitär-Heizung-Klima. Hier wurde die Komplexität und die Vielseitigkeit dargestellt, welche die Auszubildenden in dieser Berufsgruppe erwartet. Standards wie Wartungsarbeiten an Heizungskesseln sowie komplette Badplanungen von der Kundenberatung über die Detailplanung am Rechner bis hin zur Installation und Zusammenführung aller Gewerke verlangen den Auszubildenden ein großes Maß an Vielseitigkeit ab.

Neben der Räumen der KFZ Innung konnten sich die Gruppe auch ein Bild von der Friseur- und Metallinnung machen. Das Sägen, Feilen und Schweißen gehört zu dem Grundlehrgang in der Metallinnung. Die jeweiligen Werkstattleiter mit Ihren Auszubildendenzeigten sich alle hochmotiviert und berichteten gerne von ihren Schulungen und dem jeweiligen Lernstatus.

Auf Nachfrage berichteten die Werkstattleiter, dass entgegen der allgemeinen Medienberichte und weitverbreitenden Meinung, das Handwerk doch einen großen Zuspruch und Zulauf erfährt. Aufgrund geringerer Verdienstmöglichkeiten nach der Ausbildung (z. B. Tischlergeselle) im Vergleich z. B. zur IT-Branche bestehe hier noch ein erhebliches Nachbesserungspotential.
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