Gekündigt wegen Telefonaten: Eine Emmely vom Niederrhein

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(Foto: Niels-Holger Schmidt)
Wesel: Kreishaus |

Aus Anlass der heutigen Gerichtsverhandlung stellt sich DIE LINKE Fraktion im Kreistag Wesel hinter die aus nichtigem Grund gekündigte Angestellte. Ein Arbeitgeber vom Niederrhein hatte die Frau wegen Anrufen bei Bezahlhotlines rausgeworfen. DIE LINKE vergleicht das mit dem pressebekannten Fall um unerlaubt eingelöste Pfandbons.

„Eine Mitarbeiterin wegen Telefonaten zu kündigen, ist überzogen und kaltherzig,“ meint Sascha H. Wagner, Vorsitzender der Linken Fraktion im Kreistag. „Ich kann nur hoffen, dass diese Frau vor Gericht Recht behält.“

Bei den Anrufen waren Kosten in Höhe von 18,50 € entstanden. Die Angestellte hatte die Anrufe zugegeben und angeboten, das Geld zurückzuzahlen.

„Für Ärger kann man ja Verständnis haben. Aber das lässt sich gütlich regeln. Wer dazu nicht bereit ist, empfiehlt sich auch nicht als Arbeitgeber. Der zeigt uns das ungeschminkte Gesicht des Kapitalismus,“ sagt Wagner.

In Augen der Linken erinnert das aktuelle Verfahren an den Fall der „Emmely“, die 2009 wegen eingelöster Pfandbons nach 31 Jahren Arbeit im Unternehmen gekündigt wurde.
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5 Kommentare
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Heiko Jansen aus Hamminkeln | 16.09.2015 | 14:09  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 16.09.2015 | 14:12  
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Sascha H. Wagner aus Dinslaken | 16.09.2015 | 14:51  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 16.09.2015 | 19:11  
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Andreas Rohde aus Wesel | 17.09.2015 | 09:45  
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