Stellen Sie sich ein Dorf im Grünen vor. Es hat ein schnuckeliges, kleines Freibad. Das ist allerdings bei Sonnenwetter schnell überfüllt. Die Badbetreiber hatten sich etwas überlegt, um gute Presse zu haben: Sie verlosten 180 Saisonkarten – zehn davon für Besucher aus Nachbardörfern.
Leider war‘s nix mit guter Presse! Schwimmmfans aus der Nachbarschaft wollten mehr vom Verlosungskuchen abbekommen und gingen zum Anwalt. Der sagte ihnen: „Klar, Ihr habt dasselbe Recht, dort zu baden, wie die Dorfbewohner! Zieht vor Gericht!“ Das taten die Auswärtigen –und bekamen Recht! So geschah’s einige Jahre hintereinander, in denen Einige wegzogen oder sich anderweitig orientierten. Bald nützten den Badbetreibern auch die Saisonkarten nichts mehr: Viele Schwimmer besuchten lieber den Natursee um die Ecke.
Zu blöd: Das Freibad musste schließen!
Wenn Sie Dorfältester wären, fiele Ihnen eine rettende Idee ein? Wenn ja, dann geben Sie sie bitte schnell weiter an die Gesamtschule in Hamminkeln! Auch die können dort gute Tipps gebrauchen!
Naja ich denke nicht, dass man einen Freibadbesuch mit der Wahl einer Schule vergleichen kann. Die Plätze in der Gesamtschule Hamminkeln sind begrenzt, das Schulgesetz sieht diese Höchstgrenze von 7 Klassen vor weil eine noch größere Schule gar nicht mehr händeln wäre.
Gute Schulen werden immer Zuspruch finden, auch wenn ein "Natursee" in der Nähe lockt. Da habe ich gar keine Bedenken, dass die Verantwortlichen es schaffen eine gute Schule in Hamminkeln zu errichten !
Hamminkeln hat gute Schulen, Hamminkeln hat gute Gymnasien in der Umgebung! Hamminkeln hätte lediglich keine zwei Hauptschulen gebraucht! Hat Hamminkeln gute Realschulen in der Umgebung? Wo gehen Kinder aus Hamminkeln im Sommer hin, die auf eine Haupt oder Realschule sollen? Es gibt doch keine gute Alternative mehr.
Sicher sein kann sich überhaupt niemand mehr - weder die künftige Gesamtschule noch die Gymnasien.
Eine entscheidende Rolle bei der Auslastung der Schulen spielt (neben der Akzeptanz und der Geburtenrate) natürlich die Qualität des Unterrichts an den umliegenden Schulen, die immer im Wettbewerb zueinander stehen.
Das soll der bildliche Vergleich mit dem Freibade-Vergnügen ausdrücken.
Auch eine Hauptschule hätte in Hamminkeln nicht überlebt. Die Hauptschulen haben ein Imageproblem, mit einem Hauptschulabschluss bekommt man kaum noch eine Lehrstelle. Auch wenn wir hier gute Hauptschulen hatten benachteiligt es die Schüler inzwischen ungemein. Hier in der Umgebung weiss man vielleicht noch um die Qualität der Hamminkelner Hauptschulen aber wenn man sich in Duisburg oder Oberhausen etc. bewerben will nützt das den Jugendlichen nichts. Wir haben die Verantwortung den Kindern, und zwar allen Kindern, einen bestmöglichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Das war mit den vorhandenen Schulen nicht mehr möglich. Selbst in der Haupschule Hamminkeln bestanden 50 % der Schüler aus Pendlern aus Wesel. Meist abgewiesene Schüler von der Gesamtschule am Lauerhaas.
Es musste also eine Lösung her. Wir (CDU-Fraktion) haben uns wirklich intensiv mit allen möglichen Lösungen befasst und die einer guten qualitativen Gesamtschule war die beste Variante welche auch die Eltern wollten !
Ziel muss es sein die Gesamtschule qualitativ so gut zu machen wie die ehemaligen Schulen.
Ich habe das Glück, das meine Söhne noch die Hauptschule in Dingen bzw. die Realschule besuchen dürfen, auch wenn ich mich überraschen lasse, ob die Qualität wirklich so bleibt.
ACHTUNG Der Fukushima-Ticker im Lokalkompass wird ab 10.15 Uhr (18. März) in einem neuen Beitrag fortgeführt. Sie finden den neuen Portal-Ticker hier.
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