Gesamtschule Hünxe setzt Zeichen gegen Terrorismus

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(Foto: privat)
Neue Blätter an einem Baum mitten im Winter? – Ein Zeichen gegen Terrorismus!

Ein Freitag der 13., den man so schnell nicht vergisst: Die Terroranschläge in Paris haben auch bei vielen Schülern an der Gesamtschule Hünxe Betroffenheit, Nachdenklichkeit und Ängste ausgelöst.
Diese Anschläge galten nicht nur bestimmten Zielen und Menschen weit weg, sondern auch allgemein unserer westlichen Demokratie und unseren gemeinsamen Werten.

In den meisten Klassen und Kursen wurden entsprechend viele Fragen gestellt, auf die es keine kurzen oder einfachen Antworten gibt. So wurde auf Initiative von Politiklehrerin Anja Brunsbach diese Problematik im Politik- oder Klassenunterricht offensiv - aber auch präventiv - thematisiert.

Da die Gesamtschule Hünxe sowohl in ihrem Schulprogramm als auch im Schulalltag einen Schwerpunkt im sozialen und politischen Engagement setzt, war dies nicht nur eine spontane Reaktion, sondern sogar Pflicht.

Baum für Toleranz und Mitmenschlichkeit


Dabei steht der bereits 2001 gepflanzte „Baum für Toleranz und Mitmenschlichkeit“, der vor dem Schuleingang alle stets an diese Werte erinnern soll, im Mittelpunkt. Er soll die Ergebnisse aus den Diskussionen mit den Schülern aus den Jahrgangstufen 5 bis 13 allen Interessierten zugänglich machen.

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit


Die drei Stämme des Baumes wurden dazu mit blauer, weißer und roter Wolle umwickelt, den Farben der französischen Nationalflagge, die auch an die Werte der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ erinnern.

Demokratie bedeutet mehr


Auf vielen laminierten Blättern und gemalten Bildern, die an den Ästen des Baumes hängen, zeigen sich Mitgefühl und Trauer für die Opfer in Paris. Doch auch Ängste werden kommuniziert, die deutlich machen, wie die Kinder und Jugendlichen die terroristische Bedrohung des Islamischen Staates (IS) wahrnehmen und was sie sich von der Gesellschaft, von der Politik und von den Menschen überall auf der Welt wünschen und erhoffen.
Viele Kommentare hängen an den Ästen und wollen gelesen werden.
Der Wind verbindet die Bänder an denen sie hängen miteinander und so wird deutlich, dass Demokratie mehr bedeutet, als die Möglichkeit einer freien Meinungsäußerung.

Ein großer Wunsch


Nur durch das gemeinsame Eintreten für gegenseitige Toleranz und allgemeiner Mitmenschlichkeit jedem gegenüber, kann eine Demokratie überhaupt funktionieren.
Solidarität erzeugt Hoffnung: So kann man – stellvertretend für alle Schüler des Gesamtschule Hünxe – einen Wunsch aus der 5. Klasse am „Toleranzbaum“ lesen:
„Ich wünsche mir, dass sich alle Menschen verstehen könnten, weil es dann auch Frieden gibt. Das wäre sehr schön für uns und für jeden auf der Welt!“
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