Grüne Kreistagsfraktion zum Bohrschlamm aus Niedersachsen: " Alles unproblematisch?"

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In der Sonderabfalldeponie Hünxe-Schermbeck werden Bohrschlämme aus Niedersachsen entsorgt. Die Grünen im Kreis Wesel informieren: "Hierbei handelt es sich um Materialien, die aus einer Bohrschlammgrube in Dalem stammen und für deren Ablagerung die Deponieklasse III (für gefährliche Abfälle) erforderlich ist."

Hier tun sich für die Grüne Kreistagsfraktion Wesel etliche Fragen auf, die die Belastungen der Bohrschlämme mit Schadstoffen wie Arsen oder Quecksilber, aber auch mögliche Radioaktivität betreffen.
Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat daher die Kreisverwaltung um die Beantwortung u.a. der nachstehenden Fragen gebeten:

• Seit wann werden besagte Bohrschlämme auf der SAD Hünxe-Schermbeck eingebaut und abgelagert?
• Durch wen werden die Bohrschlämme auf Schadstoffe hin überprüft?
• Mit welchen Schadstoffen sind die Bohrschlämme belastet?
• Werden auch die beim Bohrprozess verwendeten Stimulierungsflüssigkeiten oder Additive zur Reinigung der Rohre bei der Beprobung berücksichtigt?
• Sind in den Bohrschlämmen Schadstoffe enthalten, die für die Deponierung auf der SAD Hünxe-Schermbeck nicht in Frage kommen?
• Wie werden die Bohrschlämme angeliefert? Welche verkehrliche Mehrbelastung ist damit verbunden?
• Welche Basisabdichtung existiert in der SAD Hünxe-Schermbeck bezogen auf die Deponieklasse-III-Klassifizierung? Ist sichergestellt, dass es keinen Austrag von Sickerwässern in das Grundwasser gibt?
• Welche Sickerwasserbehandlungsmethode ist für den abgelagerten Bohrschlamm vorgesehen?
Abschließende Fragen verbleiben: Wieso wurden viele Jahre in Niedersachsen Bohrschlämme einfach im Boden vergraben, wo doch dadurch eine potenzielle Gefahr für das Grundwasser gegeben war?

Sprecher Hubert Kück formuliert: "Und wieso unterhält ein Bundesland, das seit Jahrzehnten von den Gas- und Ölförderungen profitiert, keine zum Produktionsprozess gehörenden Entsorgungseinrichtungen und wieso exportiert es seinen "Abfall" in andere Bundesländer?

Es ist gut, dass jetzt die ordnungsgemäße Entsorgung dieser Bohrschlämme endlich in Angriff genommen wird, aber die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte sind offenkundig."
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